Die US-Regierung erhöht den Druck auf Kuba: Jetzt steht Präsident Díaz-Canel auf einer US-Sanktionsliste. Die Karibik-Insel solle zu einem „gut regierten Land“ werden, sagte US-Präsident Trump.
Die US-Regierung hat Wirtschaftssanktionen gegen Kubas Präsidenten Miguel Díaz-Canel, dessen Familienmitglieder und verschiedene Behörden verhängt. Die Maßnahmen erlauben es, Vermögenswerte einzufrieren. Von US-Seite dürfen ab sofort keine Geschäftsbeziehungen mehr bestehen.
Außerdem wurden der Sohn und einer der Enkel von Ex-Präsident Raúl Castro belangt. Raúl Castro ist der Bruder des einstigen Revolutionsführers Fidel Castro. Der 95-Jährige hat zwar kein offizielles Amt mehr inne, spielt aber weiterhin eine zentrale Rolle bei Entscheidungen in dem kommunistischen Inselstaat.
Damit erhöht die Regierung von US-Präsident Donald Trump den Druck auf die sozialistische Regierung Kubas weiter. Trump hatte zuletzt immer wieder eine mögliche „Übernahme“ des wirtschaftlich schwer angeschlagenen Karibikstaats ins Spiel gebracht. Mit einer Reihe neuer Sanktionen und einer Ölblockade will er einen wirtschaftlichen und politischen Wandel erzwingen. Kuba solle zu einem „gut regierten Land“ werden, sagte Trump vor Journalisten.
Wirtschaftskrise in Kuba
Seit Jahrzehnten sind die Beziehungen zwischen Washington und Havanna angespannt. Unter Trump nahmen die Spannungen zuletzt nochmals zu. Die Kubaner leiden unter einer massiven Wirtschaftskrise mit dauernden Stromausfällen und massiven Versorgungsproblemen.
