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„Inflationszahlen sind Warnsignal“ | Verbraucherzentrale Bundesverband

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerApril 29, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Die Inflationsrate ist im April erneut gestiegen und liegt laut Statistischem Bundesamt voraussichtlich bei 2,9 Prozent. Eine aktuelle forsa-Befragung im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands zeigt: Die Menschen spüren vor allem bei Lebensmitteln und im Mobilitätsbereich, dass die Preise gestiegen sind. Dazu ein Statement von Ramona Pop, Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands:

„Die aktuellen Inflationszahlen sind ein Warnsignal. Die Preissteigerungen sind längst im Alltag angekommen. Im Supermarkt machen sich die hohen Preise schon lange im Geldbeutel bemerkbar. Immer mehr Menschen spüren die gestiegenen Preise aber auch im Mobilitätsbereich, etwa beim Tanken. Das zeigt eine aktuelle Umfrage der Verbraucherzentrale. Gerade für Familien, die jeden Euro zwei Mal umdrehen müssen, sind die zusätzlichen Belastungen kaum zu stemmen.  

Die Bundesregierung muss schnell auf die gestiegenen Preise reagieren. Die bisherigen Maßnahmen nützen vor allem den Mineralölkonzernen. Nötig sind Entlastungen, die uns langfristig krisenfest machen und tatsächlich bei den Menschen ankommen. Eine treffsichere Möglichkeit wären Direktzahlungen an betroffene Haushalte. Die Senkung der Stromsteuer für alle ist überfällig und muss als zentrales Wahlversprechen endlich umgesetzt werden. Sie entlastet die Menschen unmittelbar und setzt zugleich Anreize für den Ausstieg aus fossilen Energieträgern. 

Auch im Lebensmittelbereich gibt es dringenden Handlungsbedarf. Bevor die Preise noch weiter anziehen, braucht es eine unabhängige Preisbeobachtungsstelle. Sie würde dafür sorgen, dass ungerechtfertigte Preiserhöhungen früh erkannt werden. Außerdem muss die Mehrwertsteuer auf Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte auf null sinken, damit eine gesunde Ernährung nicht noch teurer wird.“

Hintergrund

Vieles im Alltag wird teurer. Laut einer aktuellen repräsentativen Befragung von forsa im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands spüren 42 Prozent der Befragten die gestiegenen Preise am meisten bei Lebensmitteln. An zweiter Stelle folgt der Bereich Mobilität (etwa Tanken oder Fahrkarten) mit 31 Prozent. Im Vergleich zum Dezember 2025 gab es in diesem Bereich fast eine Verachtfachung der wahrgenommenen Preissteigerung (Dezember 2025: 4 Prozent). Im Bereich Energie und Gesundheit spüren aktuell 18 bzw. 9 Prozent der Befragten die gestiegenen Preise am meisten. 

Verbraucher:innen sind besorgt, dass die Preise weiter steigen. 58 Prozent der Befragten haben sehr große oder eher große Sorgen, dass die Preise durch den Krieg im Nahen Osten so stark steigen, dass sie sich im Alltag finanziell einschränken müssen.

Methode

Repräsentative Telefonbefragung (9. April bis 13. April 2026) von forsa im Auftrag des Verbraucherzentrale Bundesverbands. Basis: 1.001 Personen ab 18 Jahren. Statistische Fehlertoleranz: max. ± 3 Prozentpunkte. 

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