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Startseite»Nachrichten»Bayern führt Hymnenpflicht ab kommendem Schuljahr ein
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Bayern führt Hymnenpflicht ab kommendem Schuljahr ein

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 6, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Neue Vorschrift für AbschlussfeiernBayern führt ab kommendem Schuljahr Hymnenpflicht ein

Markus Söder: Der bayerische Ministerpräsident hatte zu Beginn des Jahres gefordert, die Hymnenpflicht bei Schulabschlüssen rasch umzusetzen. (Foto: IMAGO/Bihlmayerfotografie)

Bei Abschlussfeiern an bayerischen Schulen sind Hymnen bald Pflicht. Damit setzt das Kultusministerium des Landes einen Vorstoß der CSU um. Der aber trifft teilweise auf wenig Gegenliebe.

Bayern führt ab dem Schuljahr 2026/27 eine Hymnenpflicht ein. Wie das bayerische Kultusministerium mitteilt, müssen bei Abschlussfeiern an staatlichen weiterführenden Schulen mindestens zwei Hymnen gespielt werden. Eine dieser Hymnen muss die Bayernhymne sein, gewählt werden kann zusätzlich zwischen der deutschen Nationalhymne und der Europahymne.

Auch im Unterricht sollen die drei Hymnen laut Kultusministerium ab dem kommenden Schuljahr präsenter werden. Die Argumentation: Die Hymnen gemeinsam zu spielen und zu singen, fördere die Identität und den Zusammenhalt im Land, heißt es aus dem Ministerium.

„Ein Volk ohne Patriotismus ist wie ein Volk ohne Seele“

Zuvor hatte Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder sich für die Hymnenpflicht bei Schulabschlussfeiern eingesetzt. Seiner Ansicht nach hätte sie bereits zum Ende des aktuellen Schuljahres in Kraft treten sollen. Auf ihrem Parteitag im Dezember hatte die CSU einstimmig für die Forderung der Jungen Union votiert, bei gesellschaftlichen Anlässen wie der Verleihung von Schul- und Berufsabschlüssen in Deutschland verpflichtend Hymnen zu spielen. Ursprünglich hatte die CSU dabei alle drei Hymnen zur Pflicht erklären wollen.

„Wir bekennen uns zu unserem Land, wir stehen zu unserem Land, und wir lieben auch unser Land“, hatte Söder damals in einem Video gesagt. Um dieses Heimatgefühl frühzeitig zu vermitteln, sei es „selbstverständlich“, dass Schülerinnen und Schüler zumindest einmal im Jahr die drei Hymnen singen sollten. „Diese Identität ist wichtig. Ein Volk ohne Patriotismus ist wie ein Volk ohne Seele.“ Die Hymnen seien ein Teil dieser Identitätsstiftung, weshalb sie nicht nur in Bayern, sondern deutschlandweit gesungen werden sollten.

Bayerns Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler) hatte daraufhin gebremst: „Wir wollen die Hymnen an unseren Schulen noch ein Stück weit präsenter machen. Wie und auf welchen Wegen möchte ich gerne mit der Schulfamilie diskutieren“, hatte sie im Dezember gesagt. Letztendlich sei es aber nicht entscheidend, dass die Hymnen zu bestimmten Anlässen immer verpflichtend intoniert würden. Sondern dass die jungen Leute die Werte, um die es gehe, verstünden und verinnerlichten.

Auch Lehrerverbände hatten verhalten auf die Forderung reagiert. Ein Vertreter der Gewerkschaft hatte die Hymnenpflicht gar als „Schnapsidee“ bezeichnet.

Quelle: ntv.de, nbr/dpa

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