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Startseite»Nachrichten»Vor allem zum Kinderschutz: US-Amerikaner befürworten Mindestalter für Social Media 
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Vor allem zum Kinderschutz: US-Amerikaner befürworten Mindestalter für Social Media 

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 9, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Vor allem zum KinderschutzUS-Amerikaner befürworten Mindestalter für Social Media 

Vor allem viele Teenager können sich der Verlockung von Social Media schwer entziehen. (Foto: picture alliance / photothek.de)

Politisch sind sie sich in vielem spinnefeind, in einem Punkt gibt es aber große Einhelligkeit zwischen Demokraten und Republikanern in den USA: bei Regeln für Social Media. Dies betrifft auch ein Mindestalter für die Nutzung von Instagram, TikTok und Co.

Eine parteiübergreifende Mehrheit der US-Bürger befürwortet strengere staatliche Regeln für den Umgang mit sozialen Medien – insbesondere zum Schutz von Kindern. Laut einer Erhebung der Meinungsforscher von Ipsos für die Nachrichtenagentur Reuters sind 61 Prozent der Befragten für eine schärfere Aufsicht über die Unternehmen, darunter 71 Prozent der Demokraten und 62 Prozent der Republikaner. Zwei Drittel der US-Amerikaner unterstützen zudem Gesetze, die eine Altersüberprüfung vorschreiben, um Kinder unter 16 Jahren von den Plattformen fernzuhalten. 85 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass von sozialen Medien für Kinder eine Suchtgefahr ausgeht.

Die Umfrage fällt in eine Zeit zunehmenden juristischen und politischen Drucks auf Konzerne wie Meta und die Google-Mutter Alphabet – auch in Europa. Am Mittwoch soll ein Prozess beginnen, in dem Staatsanwälte der Facebook-Mutter Meta vorwerfen, ihre Produkte gezielt darauf ausgelegt zu haben, junge Nutzer süchtig zu machen.

Ein Gericht im Bundesstaat New Mexico verurteilte Meta erst am Donnerstag zur Zahlung von 567 Millionen Dollar in einen Fonds für die psychische Gesundheit von Jugendlichen. Mehr als ein Dutzend US-Bundesstaaten haben bereits Gesetze zur Regulierung des Zugangs von Minderjährigen zu sozialen Medien verabschiedet. Ein von Tech-Konzernen unterstützter Branchenverband klagt jedoch gegen die Vorschriften und argumentiert, sie verletzten das Recht auf freie Meinungsäußerung.

Die Stimmung spiegelt sich in den Äußerungen von Bürgern wider. James Bosserdet, ein 60-jähriger Anhänger von Präsident Donald Trump, will zwar grundsätzlich einen schlankeren Staat. Bei diesem Thema aber mache er eine Ausnahme. „Jemand muss es tun“, sagte er mit Blick auf Beschränkungen für Kinder. Der US-Kongress hat bisher kein Gesetz zum Schutz von Kindern in sozialen Medien verabschiedet.

Gleichzeitig gaben 70 Prozent der Befragten an, dass ihnen die auf den Plattformen verbrachte Zeit gefalle. An der Online-Umfrage von Reuters/Ipsos nahmen 4505 Erwachsene in den USA teil. Die Schwankungsbreite wurde mit zwei Prozentpunkten angegeben.

Quelle: ntv.de, als/rts

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