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Startseite»Nachrichten»Waldbrand bei Plauen: 120 Feuerwehrleute im Einsatz, „größter Brand in 30 Jahren“
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Waldbrand bei Plauen: 120 Feuerwehrleute im Einsatz, „größter Brand in 30 Jahren“

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 12, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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„Größter Brand in 30 Jahren“120 Feuerwehrleute kämpfen gegen Waldbrand in Sachsen an

Das unwegsame Gelände erschwert die Brandbekämpfung. (Foto: Stadt Plauen)

Im Vogtland geraten am Abend mehrere Hektar Wald in Brand. Die Feuerwehr rückt schnell an, kann aber kaum etwas unternehmen. Das Vorrücken im Gelände ist schwierig. Jetzt sollen Hubschrauber helfen.

Im sächsischen Vogtlandkreis ist ein Waldbrand ausgebrochen. Das Feuer im Plauener Stadtteil Meßbach ist für die Stadt einer der größten Brände der letzten Jahrzehnte. „Wir reden hier von dem größten Brandereignis, das wir in den Wäldern und auf den Feldern in den letzten 30 Jahren hatten“, sagt Oberbürgermeister Steffen Zenner. Insgesamt sind dem Stadtoberhaupt zufolge etwa sieben Hektar betroffen, was einer Fläche von knapp zehn Fußballfeldern entspricht.

Am Morgen bekamen die Feuerwehrleute den Brand unter Kontrolle. „Es zeigt sich, dass die offenen Flammen deutlich eingegrenzt werden konnten. Jedoch ist der Boden noch sehr heiß, weswegen die Löscharbeiten voraussichtlich noch länger andauern werden – mindestens den gesamten Mittwoch sowie voraussichtlich die Nacht zur Kontrolle“, heißt es aus dem Plauener Rathaus. „Uns hilft aktuell, dass die Luft hier vor Ort sehr feucht und kühl ist, was einen positiven Effekt auf die Löscharbeiten hat“, ergänzt René Schreiter, Fachbereichsleiter Sicherheit und Ordnung.

Insgesamt seien seit Dienstagabend rund 120 Feuerwehrleute in Einsatz. Sie können den Brand, der gegen 18.15 Uhr ausbrach, nur mit großer Mühe löschen. Das Gelände liege teilweise an einem steilen Hang und sei mit Feuerwehrautos nicht befahrbar, heißt es. Feuerwehrleute müssten sich daher zu Fuß vorarbeiten und die Schläuche kontinuierlich verlängern.

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Mit einer Drohne überwachen die Feuerwehrleute die Ausbreitung der Flammen. (Foto: Stadt Plauen)

Die Einsatzkräfte pendeln mit mehreren Tanklöschfahrzeugen zu ihren Kollegen in den Wald, um ausreichend Wasser zu dem Feuer zu bekommen. Die Brandbekämpfer hatten zudem eine Schneise in den Wald geschlagen, um die Flammen zu stoppen. Aus der Luft überprüft eine Drohnenstaffel der Johanniter die Ausdehnung des Feuers.

Ab dem Morgen sollen drei Hubschrauber die Feuerwehrleute unterstützen. Die Helikopter werden Löschwasser aus der Talsperre Pirk entnehmen und über dem Brandgebiet abwerfen, wie die Stadt mitteilt. Die Feuerwehr hofft, so auch die Flammen am Hang zu löschen. Ein Ende der Löscharbeiten sei bislang jedoch nicht in Sicht.

Ein weiteres Problem sei das viele Totholz, erklärt Feuerwehrchef Patrick Heinritz. Bei dem betroffenen Wald handelt es sich demnach um einen sogenannten Renaturierungswald. Dort werden umgestürzte Bäume häufig liegengelassen, um Lebensräume für Käfer und Insekten zu werden.

Wegen des Brandes waren zeitweise Teile der nahegelegenen B173 gesperrt. Seit dem Morgen ist die Bundesstraße wieder befahrbar. Die Stadt ruft die Bevölkerung in einem Radius von zwei Kilometern weiterhin auf, Fenster und Türen wegen des Rauchs geschlossen zu halten. Betroffene Anwohner und Anwohnerinnen wurden über Warnapps informiert.

Quelle: ntv.de, mpa/dpa

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