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Startseite»Nachrichten»„Ziemlich coole Sache“: Trump sorgt mit Aussage in Irland für große Aufregung
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„Ziemlich coole Sache“: Trump sorgt mit Aussage in Irland für große Aufregung

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 12, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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„Ziemlich coole Sache“Trump sorgt mit Aussage in Irland für große Aufregung

US-Präsident Trump begutachtet die Ehrenwache vor dem Aras an Uachtarain im Vorfeld seines Treffens mit der irischen Präsidentin Connolly. (Foto: picture alliance/dpa/PA Wire)

Seit Jahrzehnten spaltet die Frage nach der Zugehörigkeit die Iren und Nordiren. US-Präsident Donald Trump spricht sich nun für eine Wiedervereinigung aus. Er denke, das werde „ohnehin irgendwann passieren“.

US-Präsident Donald Trump würde laut eigener Aussage „sehr gerne“ eine Wiedervereinigung von Irland und Nordirland sehen. „Ich habe Freunde auf beiden Seiten, es sind großartige Menschen. Es sind Iren, wie könnte das etwas Schlechtes sein“, sagte Trump nach einem Treffen mit dem irischen Regierungschef Micheál Martin in Dublin. Die Aussage sorgte in Irland und Großbritannien für große Aufregung.

Die Wiedervereinigung des seit über einem Jahrhundert geteilten Landes wäre ein „großer Erfolg“, auf den alle stolz sein könnten, sagte Trump. „So wie ich das sehe, wird es ohnehin irgendwann passieren. Dann kann es genauso gut jetzt passieren“, sagte der US-Präsident. An Martin gewandt fügte Trump hinzu, dieser sei „genau der richtige“ Mann dafür. Allerdings würde das Vereinigte Königreich auch noch etwas dazu zu sagen haben. „Aber ich denke, es wäre eine großartige Sache“, sagte Trump.

Nur wenig später, während einer Ansprache in der Botschafterresidenz, wiederholte Trump seine Einschätzung und sagte, eine Wiedervereinigung wäre eine „ziemlich coole Sache“. Zugleich scherzte er, auf diese Frage gebe es keine gute Antwort. Bei der Presse sei jede Frage daraus aufgelegt, ihn zu erwischen. „Ich habe, glaube ich, eine nette Antwort gegeben. Morgen werden wir darüber lesen“, sagte Trump.

Irland weist Vorschlag zurück

Die britische Regierung wies die Äußerungen umgehend zurück. Die Haltung von Premierminister Andy Burnham bleibe unverändert: Ein Referendum über eine Abspaltung Nordirlands vom Vereinigten Königreich stehe nicht zur Debatte, teilte sie mit.

Auch Nordirlands größte probritische Unionistenpartei DUP wies Trumps Äußerungen zurück. Eine Wiedervereinigung würde zur „Zerstörung unseres Landes“ führen, schrieb DUP-Chef Gavin Robinson auf X. Die verfassungsmäßige Zukunft Nordirlands werde von den Menschen dort entschieden, nicht durch Kommentare aus London, Dublin oder Washington. Ein Referendum über den Verbleib Nordirlands im Vereinigten Königreich kann nach dem Karfreitagsabkommen von 1998 ausschließlich von der britischen Regierung angesetzt werden.

Der Vertrag beendete den jahrzehntelangen gewaltsamen Konflikt zwischen katholischen Nationalisten, die eine Vereinigung mit Irland anstrebten, und protestantischen Unionisten. Eine Mehrheit in Nordirland befürwortet Umfragen zufolge den Verbleib im Vereinigten Königreich, der Vorsprung ist seit dem Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union jedoch geschrumpft. Irland ist EU-Mitglied. Bisherige US-Präsidenten hatten sich in der Irland-Frage stets neutral verhalten. Die USA spielten eine Vermittlerrolle bei dem Friedensabkommen.

Quelle: ntv.de, toh/dpa/rts

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