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Zwei Tote, ein Vermisster: Erstmals seit Wochen: US-Militär meldet Verluste im Iran-Krieg

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 18, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Zwei Tote, ein VermissterErstmals seit Wochen: US-Militär meldet Verluste im Iran-Krieg

Der Iran feuerte mehrere Drohnen auf US-Militärbasen in Jordanien ab. (Foto: via REUTERS)

Seit der neuerlichen Eskalation im Iran-Krieg ist es vor allem Teheran, das Opferzahlen zu verkünden hat. Nun teilen auch die USA mit: Bei einem Drohnenangriff sollen zwei Soldaten getötet worden sein.

Erstmals seit der jüngsten Eskalation im Iran-Krieg sind nach Angaben des US-Militärs zwei US-Soldaten getötet worden. Sie seien am Freitag bei einem Einsatz in Jordanien ums Leben gekommen, als sich US-Streitkräfte und Verbündete gegen iranische Raketen- und Drohenangriffe verteidigten, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom auf X mit.

Vier US-Soldaten wurden demnach zur medizinischen Versorgung in jordanische Krankenhäuser gebracht und inzwischen entlassen. Andere Soldaten erlitten dem US-Militär zufolge zudem leichte Verletzungen und haben ihren Dienst bereits wieder aufgenommen. Die offiziell bekannte Zahl der im Iran-Krieg gefallenen US-Soldaten steigt damit auf 16.

Der Iran-Krieg ist in den vergangenen Tagen mit gegenseitigen Angriffen wieder eskaliert. US-Militär griff zuletzt die siebte Nacht in Folge Ziele im Iran an, nach Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums starben dort bisher mindestens 50 Menschen. Irans Revolutionsgarden reklamierten Angriffe auf US-Einrichtungen in Kuwait, Bahrain und Jordanien als Vergeltung. Auch in den Tagen zuvor meldete Jordanien, das einen US-Stützpunkt beherbergt, bereits Beschuss aus dem Iran.

Abkommen ausgesetzt

Der Iran hat inzwischen erklärt, dass das Rahmenabkommen mit den USA nach der jüngsten Eskalation hinfällig sei. Der oberste Führer Ajatollah Modschtaba Chamenei drohte in einer Erklärung mit Racheakten. Modschataba, der sich bisher noch nie öffentlich gezeigt hat, ließ mitteilen: „Da der amerikanische Feind nun auf Kriegstreiberei, die Übernahme noch schwererer Kosten und eine noch größere Schande aus ist, soll er wissen, dass das geliebte iranische Volk und die Widerstandsfront unvergessliche Lektionen für ihn bereithalten.“

Vizeaußenminister Kasem Gharibabadi sagte laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Fars, man habe das Rahmenabkommen ausgesetzt. „Wir sind mit der Verteidigung des Landes beschäftigt“, zitierte die Agentur den Minister aus einem TV-Interview. Die Amerikaner hätten mit ihren „aggressiven Maßnahmen“ gegen Verpflichtungen aus der Absichtserklärung verstoßen. Das sei der Grund gewesen, warum auch der Iran sich nicht mehr an die Vereinbarung gebunden fühlt.

Die USA und der Iran hatten sich Mitte Juni eigentlich auf ein Rahmenabkommen geeinigt, das den Weg für ein dauerhaftes Ende des Kriegs ebnen soll. Darin war vereinbart worden, innerhalb von 60 Tagen einen endgültigen Deal auszuhandeln. Es beinhaltet auch die Forderung nach einer Öffnung der Straße von Hormus. Seit Anfang April galt zudem eine Waffenruhe, die allerdings auch vor der jüngsten Eskalation mehrfach gebrochen wurde. Trump erklärte diese Waffenruhe vergangene Woche für beendet.

Quelle: ntv.de, ses/dpa

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