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Startseite»Politik»Zweigstelle der Gedenkstätte Yad Vashem kommt nach München
Politik

Zweigstelle der Gedenkstätte Yad Vashem kommt nach München

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 28, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Die geplante deutsche Zweigstelle der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem kommt nach München. Das gab Yad Vashem soeben auf seiner Website bekannt.

Bildungszentrum kommt in einstiges NSDAP-Parteienviertel

Demnach soll ein Bildungs- und Erinnerungszentrum im Umfeld des NS-Dokumentationszentrums und des israelischen Generalkonsulats – am Karolinenplatz – angesiedelt werden: also im einstigen so genannten Parteienviertel der NSDAP.

Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) sagte, Ziel des Zentrums sei, die Erinnerungsarbeit und den Kampf gegen Antisemitismus in Deutschland und Europa weiter zu stärken.

Prien erhofft sich zeitgemäße Wissensvermittlung über Holocaust

Gerade junge Menschen in Deutschland wüssten zu wenig über die Shoah und die systematische Ermordung von Millionen Juden im Nationalsozialismus. „Das Wissen über das, was war, ist wichtig, um das Übel in der Zukunft zu verhindern“, so Prien. Aufgrund der pädagogischen Erfahrung von Yad Vashem biete das Zentrum „eine einzigartige Chance, durch innovative Bildungsformate die Perspektive der Opfer noch wirksamer zu vermitteln und Multiplikatoren für die ganze Republik auszubilden“.

Bayern setzt sich gegen Nordrhein-Westfalen und Sachsen durch

Wie Yad Vashem mitteilte, soll zudem ein Ableger des künftigen Münchner Bildungszentrums nach Leipzig kommen. Sachsen hatte sich – wie auch Nordrhein-Westfalen – um die Yad Vashem Zweigstelle bemüht.

Für einen bayerischen Standort hatte sich die Staatsregierung um Ministerpräsident Markus Söder (CSU) stark gemacht. Auch der Bayerische Landtag und der Münchner Stadtrat sowie die Präsidentin der israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, sprachen sich vor einigen Monaten mit breiter Mehrheit für die Bewerbung aus.

Söder: „Bayern wird für Yad Vashem ein gutes Zuhause sein“

„Was für eine Ehre!“, teilte Söder zur Entscheidung pro München mit. Jüdisches Leben gehöre fest zu Bayern. „Die Entscheidung zeigt unsere enge Beziehung zur jüdischen Gemeinde und zu Israel.“ „Nie wieder!“ sei nicht nur ein Satz, sondern jeden Tag aufs Neue ein Auftrag zum Handeln. „Wir stehen zu unserer geschichtlichen Verantwortung“, so Söder. „Die Gräuel des Nationalsozialismus dürfen sich niemals wiederholen.“ Es brauche Gedenk- und Bildungsstätten wie Yad Vashem, damit niemals vergessen wird, was passiert ist. „Bayern wird für Yad Vashem ein gutes Zuhause sein“, so der bayerische Ministerpräsident.

Die Idee für eine Außenstelle von Yad Vashem in Deutschland entstand 2023 bei einem Treffen zwischen dem Vorsitzenden der Gedenkstätte, Dani Dayan, und dem damaligen Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Das geplante Bildungszentrum wäre die erste Zweigstelle der Jerusalemer Gedenkstätte außerhalb Israels. Sie soll innerhalb von drei Jahren eröffnet werden.

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