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Startseite»Nachrichten»120.000 SAIC-Wagen pro Jahr: Chinesischer Autobauer will E-Fahrzeuge in Europa herstellen
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120.000 SAIC-Wagen pro Jahr: Chinesischer Autobauer will E-Fahrzeuge in Europa herstellen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 2, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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120.000 SAIC-Wagen pro JahrChinesischer Autobauer will E-Fahrzeuge in Europa herstellen

SAIC will in Europa Fuß fassen. (Foto: REUTERS/Tingshu Wang)

In China längst bekannt, in Europa bisher weit unter dem Radar: SAIC will einen neuen Markt erschließen. Dafür soll ein Werk für E-Autos in Spanien errichtet werden. Schon 2028 soll die Fertigung starten.

Der chinesische Autobauer SAIC will nach Angaben örtlicher Behörden seine erste europäische E-Auto-Fabrik im Nordwesten Spaniens bauen. „Der Plan ist es, mit dem Bau im Jahr 2027 zu beginnen und die Fabrik vor Ende 2028 in Betrieb zu nehmen“, sagte Galiziens Regionalpräsident Alfonso Rueda bei einer Pressekonferenz. Damit der Baubeginn gehalten wird, muss die spanische Zentralregierung die ausländische Direktinvestition allerdings zügig genehmigen.

Ziel sei es, 120.000 Autos pro Jahr zu bauen. Die „Anfangskosten“ der geplanten Produktionsstätte des Unternehmens mit Sitz in Shanghai beliefen sich auch 200 Millionen Euro, sagte Rueda weiter. Es sollen 2300 Arbeitsplätze in dem Werk in der Hafenstadt Ferrol entstehen.

In den vergangenen Wochen haben mehrere chinesische Automarken ihre Absicht bekräftigt, Wagen in Europa herzustellen, um den hiesigen Markt zu erobern. Chinesische Investoren haben nach Angaben von Experten Interesse an Spanien, weil die spanische Volkswirtschaft eine der höchsten Wachstumsraten in Europa aufweist und die Energiekosten vergleichsweise niedrig sind.

SAIC ist unter anderem für die in Europa beliebte Marke MG bekannt. Der Rivale Chery plant die Produktion von Fahrzeugen in einem ehemaligen Nissan-Werk in Barcelona. Im Mai hatte zudem bereits die Opel-Mutter Stellantis angekündigt, dass der chinesische Autobauer Dongfeng Elektroautos in einem Werk der Opel-Mutter Stellantis in Rennes in der Bretagne bauen will. Die Firmen gründeten dafür ein Gemeinschaftsunternehmen für Produktion, Verkauf und Entwicklung in Europa.

Viele traditionelle Autobauer, vor allem in Frankreich und Deutschland, stecken in der Krise. Gründe sind die Herausforderungen durch den Wandel hin zur Elektromobilität und Konkurrenz aus China sowie sinkende Neuwagenverkäufe auf dem heimischen Markt.

Quelle: ntv.de, mpa/rts/AFP

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