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Startseite»Nachrichten»40 Euro für den Strandbesuch: Italien will stärker gegen kostenpflichtige Strände vorgehen
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40 Euro für den Strandbesuch: Italien will stärker gegen kostenpflichtige Strände vorgehen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerAugust 3, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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40 Euro für den StrandbesuchItalien will stärker gegen kostenpflichtige Strände vorgehen

Italien plant mehr Gratisstrände für 2027. (Foto: picture alliance / ipa-agency)

Wer in Italien an den Strand will, muss oft eine ordentliche Summe zahlen. Viele Küstenabschnitte werden von Privaten betrieben – obwohl die Strände dem Staat gehören. Nun greifen die Behörden mit strengeren Maßnahmen durch.

An Italiens Stränden gehen die Behörden strenger gegen illegale Bauten vor. In Ostia, dem Stadtstrand der Hauptstadt Rom, wurden mehrere privat betriebene Strandbäder auf Anweisung der Stadtverwaltung geschlossen. Mitten in der Hochsaison werden derzeit zwei kommerzielle Bäderbetriebe abgerissen. An deren Stelle soll ein öffentlicher Strand entstehen, der für alle frei zugänglich und kostenlos ist. Auch in anderen Regionen wie Ligurien und Apulien gibt es solche Bestrebungen.

Entlang von Italiens 7500 Kilometer Mittelmeerküste gibt es Tausende privat betriebene Bäder, die Liegen und Schirme vermieten – eine über Jahrzehnte gewachsene Tradition. Aktuell liegt die Durchschnittsmiete für zwei Liegen und Schirm bei etwa 40 Euro pro Tag. Jetzt jedoch gehen die Behörden in mehreren Regionen dagegen vor, dass man nur ans Meer gelassen wird, wenn man dafür bezahlt. Zudem sorgt für Ärger, dass hohe Zäune und Mauern vielerorts den Zugang versperren.

Dabei gehört die Küste – so wie anderswo in Europa – auch in Italien eigentlich dem Staat. Von Gesetzes wegen müsste das Ufer überall für jedermann frei und kostenlos zugänglich sein. Mehr als die Hälfte der Strände ist jedoch privat verpachtet. Offiziell gibt es in Italien mehr als 7300 sogenannte „Stabilimenti Balneari“. Die meisten sind Familienbetriebe.

Das striktere Vorgehen der Behörden hängt auch mit einer EU-Richtlinie von 2006 zusammen, deren Umsetzung in Rom immer wieder hinausgeschoben wurde. Demnach müssen die staatlichen Konzessionen für Strandabschnitte regelmäßig neu ausgeschrieben werden, weil es sich um öffentlichen Grund handelt. Nun soll 2027 damit begonnen werden.

Quelle: ntv.de, mwa/dpa

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