„Hochrisikokontakte“Das erwartet die deutschen Passagiere der „Hondius“
Im Zuge der Evakuierung des Kreuzfahrtschiffs „Hondius“ wegen des tödlichen Hantavirus-Ausbruchs werden alle Passagiere von Bord geholt. Die vier Deutschen sollen heute noch zurückgeflogen werden. Was geschieht nach ihrer Ankunft?
Die evakuierten deutschen Passagiere vom Kreuzfahrtschiff „Hondius“ sollen nach dem Hantavirus-Ausbruch an Bord in Quarantäne kommen. Sie werden nach ihrer Ankunft am Sonntagabend in den Niederlanden von Spezialisten in Empfang genommen, wie das Gesundheitsministerium in Potsdam mitteilte. Zuständig sei der Ständige Arbeitskreis der Kompetenz- und Behandlungszentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger (STAKOB). Anschließend sollen sie nach Deutschland gebracht werden. Laut Potsdamer Gesundheitsministerium sind unter den Betroffenen keine Personen aus Brandenburg.
Vier deutsche Passagiere sollen zunächst nach Frankfurt gebracht werden, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. Für den Transport wurden Einsatzkräfte der Feuerwehr Essen und der Feuerwehr Frankfurt angefordert. Sie sollen noch am Sonntag die vier Passagiere am Militärflughafen in Eindhoven abholen. Anschließend geht es in einem sogenannten Sonderisoliertransport nach Frankfurt.
Zu Beginn der kommenden Woche kommen sie den Angaben zufolge dann in die jeweiligen Bundesländer zur Quarantäne, die nach den Anordnungen der jeweiligen Gesundheitsämter erfolgt.
„Absolut geringes Risiko“
Alle vier hätten im Moment keine Symptome, hieß es. Sollte sich daran während des Flugs noch etwas ändern, würde der betroffene Patient zur Uniklinik Düsseldorf gebracht werden. Dort ist auf der Infektionsstation bereits eine 65-Jährige. Die Frau war ebenfalls auf der „Hondius“ und hatte dort nach Angaben der Behörden engen Kontakt mit einer Patientin, die an Bord mit einer Hantavirus-Infektion starb.
Auch wenn keiner der Menschen an Bord derzeit Symptome hat, gelten sie laut WHO aufgrund der langen Inkubationszeit des Hantavirus von bis zu sechs Wochen als „Hochrisikokontakte“. Zugleich betont die WHO, dass das Risiko für die Allgemeinbevölkerung „absolut gering“ sei.
