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Startseite»Nachrichten»Betrieb läuft vorerst weiter: Discounter Mäc Geiz meldet Insolvenz an
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Betrieb läuft vorerst weiter: Discounter Mäc Geiz meldet Insolvenz an

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 12, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Betrieb läuft vorerst weiterDiscounter Mäc Geiz meldet Insolvenz an

Eine Mäc-Geiz-Filiale in Berlin. (Foto: picture alliance / Bildagentur-online/Schoening)

Der in Sachsen-Anhalt gegründete Discounter Mäc Geiz meldet Insolvenz an. Die soll unter Eigenregie stattfinden, der Betrieb zunächst normal weiterlaufen. Probleme hatte das Unternehmen schon länger. Eine Übernahme zu Jahresbeginn kann daran offenbar nichts ändern.

Der Discounter Mäc Geiz ist pleite. Das gab das Amtsgericht Halle (Saale) bekannt. Demnach wurde am Montag für das Handelsunternehmen aus Sachsen-Anhalt eine vorläufige Insolvenz in Eigenverwaltung eröffnet. Das heißt, die Geschäftsführung bleibt im Amt und leitet das Unternehmen weiterhin. Es gibt keinen klassischen Insolvenzverwalter, sondern das Management verwaltet das Vermögen unter Aufsicht selbst, berichtet die „Mitteldeutsche Zeitung“.

Erst Ende Februar wechselte der angeschlagene Non-Food-Discounter Mäc Geiz den Besitzer. Die Kodi Beteiligungs GmbH, zu der der Wettbewerber Kodi gehört, übernahm die Handelskette mit ihren rund 1200 Mitarbeitern, berichtet die „Wirtschaftswoche“. Beide Markennamen sollen bestehen bleiben, entschied man seinerzeit. Das liegt daran, dass im Westen vor allem Kodi bekannt ist. Mäc Geiz mit Sitz in Landsberg in Sachsen-Anhalt ist vor allem im Osten Deutschlands ein Begriff.

Die Übernahme konnte wirtschaftliche Faktoren allerdings nicht kaschieren. Infolge der wieder steigenden Inflation und wirtschaftlicher Unsicherheit hielten immer mehr Verbraucher ihr Geld zusammen. Zudem stiegen die Energie- und Lohnkosten für das Unternehmen, berichtet die „Wirtschaftswoche“.

Mitarbeiter erhalten drei Monate Insolvenzgeld

Wie die Zeitung weiter schreibt, war zudem die Ausgangslage bei der Übernahme offenbar schwieriger, als sie das Kodi-Management erwartet hatte. Ende Mai läuft eine Absicherungsvereinbarung mit der Markant-Gruppe aus, hieß es kürzlich in der „Lebensmittelzeitung“. Über Markant und den Kreditversicherer Allianz Trade hätten Lieferanten bisher ihre Forderungen gegen Mäc Geiz abgesichert. Eine Suche nach Alternativen sei bisher nicht von Erfolg gekrönt gewesen. Ob die Kodi-Manager darüber im Vorfeld Bescheid wussten, ist laut „Wirtschaftswoche“ unklar.

Nun werde es zu massiven Einschnitten kommen. Der Geschäftsbetrieb soll in allen Filialen weiterlaufen. Die Mitarbeiter sollen für drei Monate Insolvenzgeld erhalten. Mäc Geiz teilt laut „Wirtschaftswoche“ jedoch mit, dass sich das Unternehmen „grundlegend neu aufstellen“ müsse. Um Filialschließungen werde man perspektivisch nicht herumkommen. Welche Standorte am Ende geschlossen werden, hänge demnach auch von den jeweiligen Vermietern ab, erklärte Geschäftsführer Rüdiger Grommes.

1994 öffnete die erste Filiale in Halle an der Saale. Im Anschluss expandierte das Unternehmen zügig. Heute verfügt es bundesweit über 183 Filialen. Die Schwerpunkte befinden sich aber weiterhin in Ostdeutschland, besonders in Sachsen-Anhalt, Sachsen, Thüringen und Berlin. Wie die „Wirtschaftswoche“ berichtet, kämpft das Unternehmen bereits länger mit größeren wirtschaftlichen Problemen.

Quelle: ntv.de, als

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