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Startseite»Nachrichten»Paderborn in der Relegation: Hannover 96 verspielt Aufstiegschance bei Sechs-Tore-Spektakel
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Paderborn in der Relegation: Hannover 96 verspielt Aufstiegschance bei Sechs-Tore-Spektakel

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 17, 2026Keine Kommentare7 Minuten Lesezeit
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Paderborn in der RelegationHannover 96 verspielt Aufstiegschance bei Sechs-Tore-Spektakel

Bittere Enttäuschung in Hannover. (Foto: IMAGO/Jan Huebner)

Vor dem 34. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga darf Hannover 96 noch auf den direkten Aufstieg hoffen, am Ende stehen die Niedersachsen trotz zweimaliger Führung mit leeren Händen da. Arminia Bielefeld sichert furios die Klasse.

Hannover 96 – 1. FC Nürnberg 3:3 (2:1)

Kein Sieg, kein Aufstieg: Hannover 96 hat im finalen Showdown der 2. Bundesliga folgenschwer gepatzt und muss weiter auf die Rückkehr in die Fußball-Bundesliga warten. Durch das 3:3 (2:1) gegen den 1. FC Nürnberg rutschten die Niedersachsen vom Relegationsrang noch auf den undankbaren vierten Tabellenplatz ab. 

Bis zuletzt hatte die ganze Stadt sogar auf den direkten Aufstieg gehofft, doch Hannover scheiterte am letzten Spieltag an sich selbst. Der unnötige Patzer gegen die Franken reichte letztlich nicht mal für Rang drei – weil die Konkurrenz ihre Spiele gewann. Kolja Oudenne (30.), Waniss Taibi (45.) und Stefan Teitur Thordarson (51.) sorgten in Hannover für die Treffer des Heimteams, Mohamed Alì Zoma (25./47.) und Luka Lotschoschwili (84.) trafen für den FCN, der die Saison im Tabellenmittelfeld beendet.

2019 waren die 96er, die Anfang der 2010er-Jahre auch in Europa für Furore gesorgt hatten, abgestiegen. Der Anfang einer entbehrungsreichen Zeit im Unterhaus, die auch diesmal nicht endete. 16 Siege waren nach dem Drama am letzten Spieltag im Endeffekt zu wenig für das Team von Christian Titz.

Den besseren Start erwischten vor 49.000 Zuschauern die Gastgeber – Mustapha Bundu ließ etwas überrascht die erste Chance aus (9.), Daisuke Yokota acht Minuten später eine noch bessere. Doch auch der Club zeigte sich eine Woche nach dem 3:0 über Meister Schalke 04 immer wieder gefährlich.

Gegen Mitte der ersten Hälfte übernahm Hannover dann scheinbar die Kontrolle, doch der Treffer fiel auf der Gegenseite. Nürnbergs Topstürmer Zoma profitierte bei seinem 13. Saisontor von einem Fehler Nahuel Nolls im 96-Tor. Das Stadion verfiel jedoch nur für fünf Minuten in Schockstarre, ehe Oudenne nach einem schönen Doppelpass die Hoffnung zurückbrachte.

Etwas später reagierte FCN-Keeper Jan Reichert zum zweiten Mal stark gegen Daisuke Yokota (41.), gegen Taibi war er dann aber machtlos. In der Nachspielzeit nahm Daniel Schlager einen Handelfmeter für 96 nach Ansicht der Videobilder zurück. Nach Wiederanpfiff war es abermals der überragende Zoma, der für Nürnberg per Lupfer zurückschlug – Thordarson konterte umgehend. Doch auch das sollte nicht der Schlusspunkt bleiben.

SV Darmstadt 98 – SC Paderborn 0:2 (0:1)

Der SC Paderborn hat die Hoffnung auf den dritten Aufstieg gewahrt – und fordert nun den VfL Wolfsburg in der Relegation. Durch ein 2:0 (1:0) bei Darmstadt 98 sprang das Team von Trainer Ralf Kettemann noch von Tabellenplatz vier auf Relegationsrang drei.

Stefano Marino (6.) und Sven Michel (89.) trafen in Darmstadt für die Paderborner, Filip Bilbija (62.) schoss einen Foulelfmeter an die Latte. Am Donnerstag treten die Ostwestfalen nun im Relegations-Hinspiel beim Tabellen-16. der Bundesliga in Wolfsburg an, am Pfingstmontag folgt das Rückspiel in Paderborn (beide 20.30 Uhr/Sat.1 und Sky). Der SCP hatte es 2014 und 2019 bereits ins Oberhaus geschafft, stieg jedoch jeweils direkt wieder ab.

In Darmstadt wären die Paderborner kurz nach Anpfiff fast kalt erwischt worden. Isac Lidberg (4.) traf für die Gastgeber aus der Drehung nur den Pfosten. Plötzlich waren die Gäste wach: Im direkten Gegenzug prüfte Marino (5.) Darmstadts Torwart Marcel Schuhen, ehe er dem Keeper nur eine Minute später nach einem tollen Steilpass von Mattes Hansen keine Chance ließ.

Elf Minuten später lenkte Schuhen einen Kopfball Marinos nach einer Freistoßflanke nur mit Mühe über die Latte, doch dann kam Darmstadt stärker auf, auch weil Paderborn einen Gang zurückschaltete. Die Hessen erspielten sich mehrere gute Chancen, vergaben diese jedoch durch Lidberg (25.) und Marco Richter (27./42.).

Nach der Pause rutschte ein langer Schlag von Schuhen durch, Darmstadts Killian Corredor (48.) scheiterte an Paderborns Schlussmann Dennis Seimen. Eigentlich waren die Hessen das aktivere Team, aber nach einem Foul an Jonah Sticker im Strafraum bekamen die Paderborner die große Chance, zu erhöhen. Doch Bilbija setzte den Elfmeter ans Aluminium. In der Folge übernahmen die Lilien wieder das Kommando. Seimen rettete doppelt gegen Lidberg (72.), Kai Klefisch (74.) jagte den Ball an den Querbalken. Paderborns Oldie Michel sorgte für die Entscheidung.

Arminia Bielefeld – Hertha BSC 6:1 (0:1)

Happy End für Arminia Bielefeld: Der Aufsteiger bleibt in der 2. Fußball-Bundesliga. Die Mannschaft von Trainer Mitch Kniat erkämpfte sich die Rettung im packenden Abstiegs-Showdown durch ein furioses 6:1 (0:1) gegen Hertha BSC.

Joel Grodowski (49.) erzielte nach dem Rückstand durch Linus Gechter (37.) den umjubelten Bielefelder Ausgleich, dann legte der Stürmer seinen zweiten Treffer nach (59.). Für die Entscheidung sorgten Monju Momuluh (65.) und Stefano Russo (74.). Semir Telalovic (90.+2) und Robert Uldrikis (90.+6) setzten den Schlusspunkt. Den Grundstein für den Klassenerhalt legte die Arminia zu Hause, 26 ihrer 39 Punkte holten die Ostwestfalen auf der heimischen Alm.

Bielefeld begann engagiert und wollte sich den Klassenerhalt aus eigener Kraft sichern. Doch die Gastgeber münzten ihre Überlegenheit nicht in Tore um. Die beste Chance zur Führung vergab Marius Wörl (35.). Nur zwei Minuten später schlugen die Gäste zu. Gechter köpfte eine Flanke von Julian Eitschberger ein.

Bielefeld kam mit viel Schwung aus der Kabine. Grodowski belohnte die Bemühungen mit dem Ausgleich. Bielefeld spielte weiter nach vorne, Grodowski traf erneut, Momuluh und Russo legten nach.

FC Schalke 04 – Eintracht Braunschweig 1:0 (1:0)

Meister Schalke 04 hat seine überragende Saison mit einem Sieg gekrönt – und Eintracht Braunschweig damit beinahe in die Abstiegs-Relegation geschickt. Vor der Übergabe der Schale besiegte das Team von Trainer Miron Muslic dank des Treffers von Adil Aouchiche (35.) die Eintracht mit 1:0 (1:0), Braunschweig blieb nur aufgrund des besseren Torverhältnisses über dem Strich.

„Wir werden 100 Prozent geben. Es geht für unseren Gegner noch um einiges“, hatte Starstürmer Edin Dzeko, der erneut als Joker von der Bank agierte, vor der Partie betont. Eine Woche nach dem Ibiza-Kater beim 0:3 in Nürnberg wolle man „diese geile Saison mit einem Sieg beenden“.

Den würdigen Rahmen boten dazu mal wieder die Fans mit einer Mega-Choreo über das gesamte Stadion, Muslic schickte seine Topelf aufs Feld. Braunschweig spielte mutig mit, die besseren Gelegenheiten aber hatte der Favorit. Soufiane El-Faouzi traf den Außenpfosten (11.), Aouchiche nutzte einen Abstauber zur Führung.

Karlsruher SC – VfL Bochum 1:2 (1:1)

Der Karlsruher SC hat seinem Trainer Christian Eichner keine Punkte zum Abschied schenken können. Am letzten Spieltag verlor der KSC mit 1:2 (1:1) in einer sportlich bedeutungslosen Partie gegen den VfL Bochum und musste den Gegner im Tabellenmittelfeld vorbeiziehen lassen.

Nach der frühen Bochumer Führung durch Kjell Wätjen (4.) sorgte Shio Fukuda (19.) per Abstauber für den Ausgleich. Moritz-Broni Kwarteng (70.) erzielte nach dem Seitenwechsel aber den zweiten VfL-Treffer.

Für Eichner, derzeit dienstältester Coach der 2. Liga, war es ein emotionaler Nachmittag: Nach sechseinhalb Jahren als Chefcoach verlässt der frühere Profi die Badener im Sommer. Seine Zukunft ist noch offen. Unklar ist bislang auch, wer die Nachfolge auf der KSC-Bank antreten wird.

1.FC Magdeburg – 1.FC Kaiserslautern 0:1 (0:0)

Der 1. FC Magdeburg hat seinen starken Schlussspurt veredelt und die Klasse gehalten – trotz einer Niederlage zum Abschluss. Das Team von Trainer Petrik Sander unterlag am letzten Spieltag gegen den 1. FC Kaiserslautern mit 0:1 (0:0), profitierte aber von seinem Polster und Niederlagen einiger Rivalen. Marlon Ritter (63., Handelfmeter) erzielte den Treffer für den FCK.

„Alle wissen, dass noch ein Schritt zu gehen ist. Das merkt man der Mannschaft auch an“, hatte FCM-Coach Petrik Sander gesagt. Die Grundlage für den Ligaverbleib legte der schwach in die Saison gestartete einstige Europapokalsieger in den vergangenen Wochen mit fünf Siegen aus sieben Spielen.

So geriet der Klub aus der Landeshauptstadt Sachsen-Anhalts gegen den FCK, der seine Aufstiegshoffnungen in den vergangenen Wochen begraben musste, letztlich nicht mehr in Gefahr.

Dynamo Dresden – Holstein Kiel 2:1 (2:0)

Dynamo Dresden hat seine starke Rückrunde gekrönt und sich den Klassenerhalt gesichert. Die Mannschaft von Trainer Thomas Stamm besiegte Holstein Kiel 2:1 (2:0) und räumte damit die letzten Zweifel am Ligaverbleib aus. Kiel war bereits vor dem Spiel gerettet.

Matchwinner der Sachsen war Vincent Vermeij mit einem Doppelpack in der ersten Halbzeit (14., 37.). Für die Gäste traf Phil Harres (81.). Dresden schließt die Saison durch den Sieg mit 41 Punkten ab, 28 holten sie davon in der Rückrunde.

Dresden war von Beginn an die aktivere Mannschaft und drängte auf die frühe Führung. Diese gelang Stürmer Vermeij im Anschluss an eine Ecke. Kiel tat danach zwar etwas mehr für das Spiel, doch Dresden blieb gefährlicher und erhöhte noch vor der Pause. Dresdens Torhüter Tim Schreiber parierte in der Nachspielzeit zudem einen Foulelfmeter von Alexander Bernhardsson (45.+4). Nach dem Wechsel brachte Dresden die Führung ins Ziel und jubelte über den Klassenerhalt.

Quelle: ntv.de, ter/sid

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