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Startseite»Nachrichten»Angriffe Kubas auf US-Ziele?: US-Senator: „Propaganda, um Argumente für Invasion zu liefern“
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Angriffe Kubas auf US-Ziele?: US-Senator: „Propaganda, um Argumente für Invasion zu liefern“

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 17, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Angriffe Kubas auf US-Ziele?US-Senator: „Propaganda, um Argumente für Invasion zu liefern“

Eine Barrikade, die von Anwohnern errichtet wurde, die gegen anhaltende Stromausfälle in Havanna protestieren. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Bereitet Kuba Angriffe auf militärische Ziele der USA und US-Territorium vor? Ein demokratischer Kongressabgeordneter sagt deutlich, was er von einem entsprechenden Medienbericht hält. Havanna spricht von „immer unglaubwürdigeren Anschuldigungen“.

Der demokratische Senator Ruben Gallego wirft der Trump-Regierung implizit das Streuen von Falschinformationen vor, um eine Invasion Kubas zu rechtfertigen. „Kein Land würde in der aktuellen wirtschaftlichen und militärischen Lage, in der sich Kuba befindet, jemals einen Präventivschlag gegen eine Supermacht wie die USA führen“, schieb Gallego auf X. „Das ist lediglich Propaganda, um Argumente für eine Invasion Kubas zu liefern.“

Der Senator für den US-Bundesstaat Arizona reagierte damit auf einen Medienbericht, demzufolge die USA über Erkenntnisse verfügen, wonach Kuba mehr als 300 Militärdrohnen erworben hat und deren Einsatz gegen US-Ziele erwägt. Als mögliche Ziele würden der US-Stützpunkt Guantanamo auf Kuba sowie US-Militärschiffe und möglicherweise das rund 145 Kilometer nördlich von Havanna gelegene Key West in Florida diskutiert, berichtete das Nachrichtenportal „Axios“ unter Berufung auf Geheimdienstinformationen.

Diese Erkenntnisse könnten als Vorwand für ein militärisches Eingreifen der USA dienen, zitierte „Axios“ einen hochrangigen US-Vertreter. Sie zeigten, wie sehr die Regierung von US-Präsident Donald Trump den Inselstaat als Bedrohung ansehe.

Im Falle eines militärischen Angriffs der Vereinigten Staaten will Kuba laut Regierung sein „legitimes Recht auf Selbstverteidigung“ ausüben. „Die USA sind der Angreifer. Kuba ist das angegriffene Land, das sich auf das Recht auf Selbstverteidigung beruft“, schrieb Vizeaußenminister Carlos Fernández de Cossio auf der Plattform X.

Diese Aussage folgte auf den „Axios“-Bericht. Ohne sich direkt darauf zu beziehen, kritisierte der Vizeminister die Bemühungen, einen Angriff der USA gegen den Karibikstaat mit „immer unglaubwürdigeren Anschuldigungen“ zu rechtfertigen. Auch die kubanische Botschaft in Washington sowie das Außenministerium in Havanna bekräftigten auf X das Recht Kubas auf Selbstverteidigung. Mit Vorwänden und Lügen würde die „logische Vorbereitung“ auf einen möglichen Angriff als etwas Außergewöhnliches dargestellt, erklärte die Botschaft. US-Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Monaten immer wieder mit einer „Übernahme“ Kubas durch die USA kokettiert.

Seit der Revolution 1959 sind die Beziehungen zwischen beiden Ländern angespannt. Unter Trump haben sie sich nochmals verschärft. Mit einer Reihe von neuen Sanktionen und einer Ölblockade erhöhte Trump den Druck, um auf Kuba einen wirtschaftlichen und politischen Wandel im Interesse der USA zu forcieren.

Infolgedessen befindet sich Kuba seit Monaten in einer massiven Energiekrise. Die von Russland gelieferten Ölreserven seien „aufgebraucht“, sagte Energieminister Vicente de la O Levy am Donnerstag im Staatsfernsehen. In der Hauptstadt Havanna waren Menschen aus Protest gegen die anhaltenden Stromausfälle auf die Straßen gegangen und hatten ihren Frust gezeigt, indem sie auf Töpfe und Pfannen schlugen.

Quelle: ntv.de, dsc/rts/dpa

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