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Startseite»Nachrichten»Anhörungen laufen: Weitere Epstein-Opfer melden sich bei Pariser Staatsanwaltschaft
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Anhörungen laufen: Weitere Epstein-Opfer melden sich bei Pariser Staatsanwaltschaft

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 17, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Anhörungen laufenWeitere Epstein-Opfer melden sich bei Pariser Staatsanwaltschaft

Fall Epstein: Die Polizei durchsucht im Februar eine Adresse in Paris. (Foto: AFP)

Die Frage, wie Jeffrey Epstein seine Verbrechen in Frankreich begehen konnte, treibt die Pariser Staatsanwaltschaft um. Im Fokus der Ermittler stehen zwei Model-Agenten, die eng mit dem Milliardär vernetzt waren. Weitere Frauen schildern derzeit ihre Missbrauchs-Vorwürfe.

Im Rahmen der Ermittlungen zum Skandal um den US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein haben sich bei der Pariser Staatsanwaltschaft rund zehn weitere mutmaßliche Opfer gemeldet. Insgesamt hätten etwa 20 Missbrauchsopfer mit ihrer Behörde Kontakt aufgenommen, sagte Staatsanwältin Laure Beccuau dem Sender RTL. Außer den Opfern des 2019 verstorbenen Epstein handele es sich um Opfer des Model-Agenten Jean-Luc Brunel und des früheren Chefs der großen Model-Agentur Elite, Gérald Marie. „Wir hören diese Opfer an, eine gewisse Zahl davon befindet sich im Ausland“, sagte Beccuau. Von den insgesamt rund 20 nun als mutmaßliche Opfer geführten Menschen seien rund zehn der Staatsanwaltschaft noch nicht bekannt gewesen.

Der sehr gut vernetzte US-Investor und Milliardär Epstein soll nach Erkenntnissen des FBI und des US-Justizministeriums mehr als tausend Minderjährige und junge Frauen missbraucht haben. Teilweise soll er die Opfer an Prominente vermittelt haben. Nach der Veröffentlichung tausender Akten zu Epstein durch die US-Regierung hatte die Pariser Staatsanwaltschaft umfangreiche Ermittlungen eingeleitet. Dabei geht es insbesondere darum, diejenigen zu identifizieren, die es dem US-Milliardär ermöglichten, seine Verbrechen auch in Frankreich zu verüben – etwa indem sie ihn mit potenziellen Opfern in Kontakt brachten.

Von den Beschuldigten in Frankreich wurde laut der Staatsanwältin noch niemand befragt. Zuvor sollten ihre Beziehungen zu Epstein genauer ermittelt werden, sagte Beccuau. Dazu soll die Auswertung von Daten aus Epsteins Computer, seiner Telefonate und Adressbücher beitragen.

Model-Agent tot in Zelle gefunden

Zu den mutmaßlichen Opfern, die den Ermittlern bereits bekannt waren, gehören Frauen, die im Rahmen der Untersuchungen gegen Marie und Brunel ausgesagt hatten. Im März forderten 15 Frauen Ermittlungen gegen Marie in Frankreich wegen seiner mutmaßlichen Verbindungen zu Epstein. Ermittlungen gegen den Ex-Chef der Model-Agentur Elite wegen Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs in den 1980er und 1990er Jahren waren 2023 wegen Verjährung eingestellt worden.

Brunel war 2020 festgenommen worden, ihm wurde der Missbrauch Minderjähriger zur Last gelegt. Der Franzose war ein Geschäftspartner von Epstein und stand im Verdacht, Transport und Unterkunft von Mädchen und jungen Frauen für Epstein organisiert zu haben. Brunel wurde 2022 tot in seiner Gefängniszelle aufgefunden.

Epstein war 2008 verurteilt worden, weil er eine Minderjährige zur Prostitution angestiftet hatte. Nach einem umstrittenen Deal mit der Staatsanwaltschaft saß er nur knapp 13 Monate Haft ab. Im Juli 2019 wurde Epstein erneut festgenommen und von einem Bundesgericht beschuldigt, noch viel mehr Opfer missbraucht zu haben. Am 10. August 2019 wurde er tot in seiner New Yorker Gefängniszelle aufgefunden, nach offiziellen Angaben beging er Suizid.

Quelle: ntv.de, mau/AFP

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