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Startseite»Nachrichten»Chinas Wirtschaft schwächelt überraschend – ntv.de
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Chinas Wirtschaft schwächelt überraschend – ntv.de

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 18, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Weit hinter ErwartungenChinas Wirtschaft schwächelt überraschend

Die inländischen Autoverkäufe in China brachen im April drastisch ein – auch die Nachfrage aus anderen Ländern könnte bald nachlassen. (Foto: IMAGO/VCG)

Nach einem starken Jahresauftakt gerät der Motor der zweitgrößten Volkswirtschaft ins Stocken. Das Wachstum der Einzelhandelsumsätze in China kommt fast zum Erliegen und auch die Industrieproduktion verliert an Fahrt. Ökonomen sehen vor allem ein zentrales hausgemachtes Problem als Ursache.

Chinas Wirtschaft hat im April deutlich an Schwung verloren. Wichtige Konjunkturdaten blieben hinter den Erwartungen von Analysten zurück, wie aus Daten des Statistikamts in Peking hervorgeht. Die Einzelhandelsumsätze, ein wichtiger Indikator für den Konsum, legten lediglich um 0,2 Prozent zu und verzeichneten damit den geringsten Anstieg seit Dezember 2022. Im März hatte das Plus noch bei 1,7 Prozent gelegen.

Die Industrieproduktion legte im Jahresvergleich um 4,1 Prozent zu. Dies ist das schwächste Wachstum seit Juli 2023. Analysten hatten mit einem Plus von 5,9 Prozent gerechnet. Auch die Investitionen enttäuschten: Die Anlageinvestitionen sanken in den ersten vier Monaten des Jahres um 1,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Im ersten Quartal hatten sie noch um 1,7 Prozent zugelegt.

Der Sprecher des Statistikamts, Fu Linghui, verwies bei der Vorstellung der Zahlen auf die Widerstandsfähigkeit der chinesischen Wirtschaft trotz des anhaltenden geopolitischen Konflikts im Nahen Osten, stärkerer Schwankungen am internationalen Energiemarkt und Belastungen für globale Lieferketten. Zugleich räumte er ein, dass es viele äußere Unsicherheiten gebe. Die Kostenbelastung für Unternehmen sei gestiegen, einige Firmen stünden weiter unter Druck.

Schwache Nachfrage im Inland

Chinas Wirtschaft war zu Jahresbeginn noch robust gewachsen. Im ersten Quartal legte das Bruttoinlandsprodukt um 5,0 Prozent zu und lag damit am oberen Rand des offiziellen Jahresziels von 4,5 bis 5,0 Prozent. Auch die Exporte hatten sich trotz des Iran-Kriegs und höherer Energiepreise überraschend widerstandsfähig gezeigt.

Ökonomen sehen derzeit vor allem die schwache Binnennachfrage als zentrales Problem. Besonders deutlich zeigte sich die Zurückhaltung der Verbraucher auf dem Automarkt: Die inländischen Autoverkäufe brachen im April um 21,6 Prozent ein und verzeichneten damit den siebten monatlichen Rückgang in Folge.

Hinzu kommt: Sollte der Konflikt im Nahen Osten länger anhalten und die Weltwirtschaft zusätzlich belasten, könnte das auch für China problematisch werden. Die Volksrepublik ist stark auf Exporte angewiesen. Trübt sich die Nachfrage aus anderen Ländern ein, würde eine wichtige Stütze der chinesischen Konjunktur schwächer.

Quelle: ntv.de, nbr/dpa/rts

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