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Startseite»Aktuelle Warnungen»Verbraucherorganisationen legen europaweit Beschwerden gegen Google, Meta und TikTok ein
Aktuelle Warnungen

Verbraucherorganisationen legen europaweit Beschwerden gegen Google, Meta und TikTok ein

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 21, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Der europäische Verbraucherverband BEUC und 29 Mitgliedsorganisationen aus 27 Ländern, darunter der Verbraucherzentrale Bundesverband, haben Beschwerden bei der Europäischen Kommission und nationalen Behörden gegen Google, Meta und TikTok eingelegt. Die Unternehmen gehen auf ihren Plattformen nicht ausreichend gegen die Verbreitung betrügerischer Finanzwerbung vor, obwohl das der Digital Services Act (DSA) vorschreibt, so das Verbraucherbündnis.

„Google, Meta und TikTok gehen nicht ausreichend gegen Werbung für betrügerische Angebote wie Fakeshops oder unseriöse Finanz-Coachings vor. Das muss sich ändern. Die Anbieter müssen endlich dafür sorgen, dass Verbraucherinnen und Verbraucher über die Online-Plattformen nicht zu Betrugsopfern werden. Sowohl die Europäische Kommission als auch die nationalen Behörden müssen dafür sorgen, dass es Konsequenzen für die Verbreitung betrügerischer Angebote gibt“, sagt Ramona Pop, Vorständin des Verbraucherzentrale Bundesverbands.

Gemeinsame Untersuchung der BEUC-Mitglieder

Zwischen Dezember 2025 und März 2026 meldeten BEUC und weitere Verbraucherorganisationen fast 900 Werbeanzeigen, die im Verdacht stehen, gegen EU-Recht zu verstoßen. Die Plattformen haben lediglich 27 Prozent der gemeldeten Anzeigen entfernt. 52 Prozent der Hinweise wurden abgelehnt oder ignoriert. Das bedeutet, dass weiterhin unzählige Finanzbetrugsmaschen aktiv sind, die finanzielle Verluste und andere Schäden verursachen können.

Gemeldet haben die Verbraucherorganisationen Anzeigen, die mutmaßlich betrügerische oder irreführende Finanzprodukte und -dienstleistungen bewerben. Zum Beispiel geht es um Anzeigen für eine Anlageberatung, die „Rendite ohne Risiko“ versprach oder um Werbung für ein Finanzprodukt, das eine unrealistisch hohe monatliche Rendite durch Optionshandel und „Investment ohne Risiko“ versprach. Dabei blieb immer wieder unklar, wie und woher die Renditeangaben stammten und es fehlten wesentliche Informationen zum Finanzprodukt. Obwohl Optionshandel komplex und risikoreich ist, wurden Risiken verharmlost.

Auch der Verbraucherzentrale Bundesverband bereitet eine Beschwerde bei der Bundesnetzagentur, dem deutschen „Digital Services Coordinator“, vor.

Verbraucherorganisationen fordern Konsequenzen

Die Verbraucherorganisationen fordern die Europäische Kommission und die nationalen „Digital Services Coordinators“ auf, die von Google, Meta und TikTok ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung von Finanzbetrug zu untersuchen und sie zur Einhaltung des DSA zu verpflichten. Dazu gehört, Wiederholungstäter von den Plattformen zu sperren und proaktiv nahezu identische Werbeanzeigen zu entfernen. Bei anhaltenden Verstößen sollte die Europäische Kommission Geldbußen verhängen.

Methode

Im Rahmen der BEUC-Aktion „Sponsored by scammers“ hat der Verbraucherzentrale Bundesverband als Trusted Flagger Werbeanzeigen und Posts bei den zwei Online-Plattformen Meta und TikTok gemeldet. Dabei wurden zwischen dem 20. Januar und dem 19. Februar 2026 Anzeigen und Posts in den Blick genommen, die vermeintlich betrügerische Finanzprodukte und -dienstleistungen bewerben. Bei Meta wurden zwölf Anzeigen gemeldet. Bei TikTok konnten über die Werbedatenbank keine relevanten Anzeigen gefunden werden. Daher wurden neun Posts gemeldet, die ungekennzeichnet vermeintlich betrügerische Finanzprodukte und -dienstleistungen bewerben. Bei Meta wurde über die Werbedatenbank nach bestimmten Schlagworten wie „Rendite“ oder „ohne Risiko“ gesucht. Bei TikTok war die Suche über die Werbedatenbank nicht erfolgreich, sodass über den regulären Feed nach diesen Schlagworten gesucht wurde und dann über „ähnliche Videos“ weitere verdächtige Videos gefunden wurden. Die Auswertung erfolgte anhand eines Fragebogens, der von BEUC erstellt wurde.

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