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Startseite»Nachrichten»Iran wieder im Fokus: Wall Street behauptet sich gegen stockende Friedensgespräche
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Iran wieder im Fokus: Wall Street behauptet sich gegen stockende Friedensgespräche

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 21, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Iran wieder im FokusWall Street behauptet sich gegen stockende Friedensgespräche

Robuste Konjunkturdaten stützen die Stimmung. (Foto: AP)

Ein Durchbruch bei den Verhandlungen Washingtons mit Teheran bleibt aus. Trotz Berichten, dass sich die Haltung des Iran in einigen Punkten verhärtet, bleiben die US-Anleger gelassen. Gute Konjunkturdaten geben Rückenwind.

Die Hoffnung auf ein Friedensabkommen im Iran-Krieg und sinkende Ölpreise haben der Wall Street nach einem volatilen Handel zu leichten Gewinnen verholfen. Der Standardwerte-Index Dow Jones schloss 0,6 Prozent fester mit 50.286 Punkten. Die technologielastige Nasdaq legte 0,1 Prozent zu auf 26.293 Zähler und der breit gefasste S&P 500 0,2 Prozent auf 7446 Stellen.

US-Außenminister Marco Rubio hatte von guten Anzeichen in den Gesprächen mit dem Iran gesprochen. Ein diplomatisches Abkommen sei jedoch ausgeschlossen, sollte die Regierung in Teheran ein Mautsystem in der für den Öltransport wichtigen Straße von Hormus einführen. Zuvor hatte ein Reuters-Bericht auf eine verhärtete Haltung Teherans hingedeutet. Demnach wies der Oberste Führer Ajatollah Motschtaba Chamenei an, das Uran des Landes nicht ins Ausland zu bringen. US-Präsident Donald Trump erklärte dagegen, die USA würden das hochangereicherte iranische Uran am Ende sicherstellen. Washington geht davon aus, dass das Material für den Bau von Atomwaffen gedacht ist, während Teheran auf eine rein friedliche Nutzung pocht.

Da die Berichtssaison der Unternehmen weitgehend abgeschlossen sei, rücke der Iran wieder in den Fokus der Märkte, sagte Jason Pride, Chef-Anlagestratege bei Glenmede. Der Markt werde sich kurzfristig an Gerüchten oder tatsächlich angekündigten Vereinbarungen bezüglich des Irans orientieren.

Gewinnmitnahmen bei Nvidia

Bei den Einzelwerten sorgte Walmart für Enttäuschung. Die Aktien des weltgrößten Einzelhändlers gaben nach, nachdem der Konzern für das zweite Quartal einen Gewinn unter den Erwartungen in Aussicht gestellt hatte. Finanzchef John David Rainey verwies auf den Druck durch hohe Kraftstoffpreise auf die Verbraucher. Auch die Papiere von Nvidia verbuchten Verluste. Anleger nahmen bei dem KI-Schwergewicht Gewinne mit, obwohl der Konzern eine optimistische Umsatzprognose und ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 80 Milliarden Dollar angekündigt hatte.

Aktien von Intuit brachen ein, nachdem der Softwarehersteller seine Jahresprognose für das Steuerprogramm TurboTax gesenkt und den Abbau von 17 Prozent der Stellen angekündigt hatte. Gefragt waren hingegen IBM. Die US-Regierung will Insidern zufolge mehrere Quantencomputer-Unternehmen finanziell unterstützen und im Gegenzug Unternehmensanteile übernehmen.

Auch robuste Konjunkturdaten stützten die Stimmung am Markt. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fiel in der vergangenen Woche, was der US-Notenbank Fed Spielraum gibt, sich weiter auf die Inflationsrisiken zu konzentrieren. Zudem stieg die Aktivität in der US-Industrie im Mai auf ein Vier-Jahres-Hoch. Unternehmen bauten ihre Lagerbestände aus, um sich gegen mögliche Engpässe und steigende Preise im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg abzusichern.

Alles Weitere zum heutigen Börsengeschehen finden Sie hier.

Quelle: ntv.de, mau/rts

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