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Startseite»Nachrichten»Signal vor Rekord-Börsengang: SpaceX gelingt Testflug mit neuer Starship-Version
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Signal vor Rekord-Börsengang: SpaceX gelingt Testflug mit neuer Starship-Version

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 23, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Signal vor Rekord-BörsengangSpaceX gelingt Testflug mit neuer Starship-Version

Eine Stunde nach dem Start landete die obere Raketenstufe wie geplant zurück auf der Erde. (Foto: AP Photo/Eric Gay)

Elon Musk will mit der Starship-Rakete irgendwann zum Mars, die Nasa will sie für die nächste Mondmission einsetzen. Nach einigen Anlaufschwierigkeiten absolviert die neue Version jetzt einen Testflug, diesmal weitgehend erfolgreich.

Nach einer Verzögerung wegen technischer Probleme hat das US-Raumfahrtunternehmen SpaceX eine neue Version seiner Riesenrakete Starship getestet. Die 124 Meter hohe V3-Version der Rakete hob vom SpaceX-Stützpunkt im US-Bundesstaat Texas ab, gut eine Stunde später stürzte die obere Stufe zum Ende des Testflugs wie geplant in den Indischen Ozean.

Ganz ohne technische Probleme verlief der Testflug aber nicht: Zwar gelang nach dem Start die Abtrennung des Super-Heavy-Antriebs von der oberen Stufe von Starship. Eine kontrollierte Rückkehr des Antriebs auf die Erde aber misslang, der sogenannte Booster stürzte vielmehr unkontrolliert in den Golf von Mexiko.

Der Testflug hatte ursprünglich bereits am Donnerstag stattfinden sollen. Wegen technischer Probleme wurde der Countdown dabei aber mehrmals unterbrochen – und das Manöver schließlich um einen Tag verschoben. Nachdem dieses am Freitag dann mit dem Eintauchen der oberen Raketenstufe in den Indischen Ozean endete, brach im Kontrollraum lauter Jubel aus. Das Modell wurde laut SpaceX unter anderem im Hinblick auf Design und Leistungsfähigkeit komplett überarbeitet.

Die Rakete spielt eine wichtige Rolle bei den Plänen der US-Raumfahrtbehörde Nasa, die mit dem Starship Astronauten zum Mond schicken will. SpaceX verfolgt das Ziel, damit eines Tages den Mars zu erreichen. Firmenchef Elon Musk will mit der Schwerlastrakete zudem das Starlink-Satellitengeschäft ausbauen und Rechenzentren im Orbit aufbauen.

SpaceX braucht Kapital

Das Raketensystem Starship ist höher als die Freiheitsstatue in New York. Es besteht aus zwei Teilen, die sich nach dem Start trennen: Dem etwa 70 Meter langen Booster Super Heavy und der – ebenfalls Starship genannten – oberen Stufe, die rund 50 Meter misst. Beide Teile sind so konzipiert, dass sie irgendwann nach der Rückkehr zur Erde wiederverwendet werden können. 

Erstmals war das Raketensystem im April 2023 getestet worden – und damals nach wenigen Minuten komplett explodiert. Bei weiteren Tests erreichte die obere Stufe den Rand des Weltalls und landete auch schon kontrolliert im Indischen Ozean. Mehrere Testflüge waren allerdings auch bereits deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

Der neue, weitgehend erfolgreiche Testflug kommt zu einem wichtigen Zeitpunkt für SpaceX: Elon Musks Unternehmen schrieb zuletzt Milliardenverluste und will sich in diesem Jahr mit einem Börsengang neues Kapital beschaffen. Medienberichten zufolge strebt das Unternehmen eine Bewertung von rund zwei Billionen Dollar an. Mit demnach erhofften Erlösen von bis zu 80 Milliarden Dollar wäre es der mit Abstand größte Börsengang. Voraussetzung dafür ist, dass Anleger trotz laufender Verluste an Musks kühne Visionen glauben: Ihm schweben unter anderem eine Siedlung auf dem Mars, eine Stadt auf dem Mond und KI-Rechenzentren im All vor.

Quelle: ntv.de, ino/AFP/dpa

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