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Startseite»Nachrichten»Zweithöchste Alarmstufe: WHO zählt mehr als 900 Ebola-Verdachtsfälle im Kongo
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Zweithöchste Alarmstufe: WHO zählt mehr als 900 Ebola-Verdachtsfälle im Kongo

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 25, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Zweithöchste AlarmstufeWHO zählt mehr als 900 Ebola-Verdachtsfälle im Kongo

Die Eindämmung der Seuche gestaltet sich schwierig – es gibt weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine etablierte Behandlung. (Foto: picture alliance / Anadolu)

Die Zahl der Ebola-Infektionen in der Demokratischen Republik Kongo steigt weiter an. Die Weltgesundheitsorganisation registriert inzwischen Hnderte Verdachtsfälle. Angriffe auf medizinisches Personal und das Fehlen eines Impfstoffs verschärfen die Lage vor Ort.

Nach dem Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) inzwischen mehr als 900 Verdachtsfälle gemeldet worden. Wie WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Sonntagabend mitteilte, wurden in dem zentralafrikanischen Land, in dem Ausrüstung zum Nachweis des Virus knapp ist, mittlerweile 101 Ebola-Infektionsfälle bestätigt. Neue Angaben zu Todesfällen machte er nicht. Das kongolesische Gesundheitsministerium hatte am Samstag von 204 Todesfällen bei insgesamt 867 Verdachtsfällen gesprochen.

Der Ebola-Ausbruch war am 15. Mai in der von bewaffneten Konflikten betroffenen kongolesischen Provinz Ituri gemeldet worden. Nach Einschätzung der WHO hatte sich das Virus zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich schon seit Monaten unentdeckt ausgebreitet.

Die Eindämmung der Seuche gestaltet sich schwierig, da es für den aktuellen Virus-Stamm laut WHO weder einen zugelassenen Impfstoff noch eine etablierte Behandlung gibt. Zudem kämpfen die Helfer vor Ort mit Misstrauen und Desinformation in der Bevölkerung. In der Provinz Ituri hatten Demonstranten in der vergangenen Woche Behandlungszelte in Brand gesetzt, nachdem es Streit um die sichere Bestattung eines mutmaßlichen Ebola-Toten gegeben hatte.

Die Übertragung des Ebola-Virus erfolgt durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten von Infizierten, die Inkubationszeit kann bis zu drei Wochen betragen. Die aktuelle Epidemie wird von der erstmals 2007 nachgewiesenen seltenen Bundibugyo-Variante verursacht, gegen die es keinen Impfstoff und keine gezielte Therapie gibt. Die Sterblichkeitsrate bei dieser Ebola-Variante liegt bei etwa 30 bis 50 Prozent.

Die WHO hat wegen der Epidemie eine „gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite“ ausgerufen – ihre zweithöchste Alarmstufe. Die Gesundheitsbehörde der Afrikanischen Union (Africa CDC) rief wegen des „hohen Risikos einer regionalen Ausbreitung“ für den gesamten Kontinent den Notstand aus. Auch aus Uganda wurden bereits Infektionsfälle gemeldet.

Quelle: ntv.de, lno/rts/AFP

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