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Startseite»Nachrichten»Pilotprojekt in NRW: KI soll künftig Brückensperrungen verhindern
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Pilotprojekt in NRW: KI soll künftig Brückensperrungen verhindern

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 26, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Pilotprojekt in NRWKI soll künftig Brückensperrungen verhindern

Die Stadt Dresden will die marode Brücke Budapester Straße mit Notpfeilern abstützen und sich so zehn Jahre Zeit für einen weiteren Betrieb verschaffen.

Marode Bauwerke kosten Autofahrer Zeit und Nerven. Die Autobahn GmbH will dem nun mit einem neuen Ansatz begegnen. An einer Brücke an der A52 liefern Sensoren bald hunderttausend Messwerte pro Sekunde, um Schäden frühzeitig zu erkennen.

Mit Künstlicher Intelligenz (KI) und extrem empfindlichen Sensoren will die Autobahn GmbH den Zustand alter Brücken besser überprüfen. Es gehe darum, kontinuierlich Daten zu Schwingungen, Temperatur oder Materialbewegungen zu erfassen, teilte die Autobahn-Gesellschaft des Bundes mit. „Eine Künstliche Intelligenz analysiert diese Messwerte, erkennt Muster und warnt vor sich anbahnenden Schäden.“

Im Rahmen eines Pilotprojekts werden zunächst elf Brücken im Ruhrgebiet und im Bergischen Land mit dem KI-gestützten Brückenmonitoring ausgestattet. Die Hoffnung sei, dass Schäden durch die neue Technik so früh bemerkt würden, dass man rechtzeitig handeln und ungeplante Sperrungen vermeiden könne, sagt Tobias Fischer, Geschäftsbereichsleitung Bau und Erhaltung bei der Autobahn GmbH in Essen.

KI analysiert die Daten in Echtzeit

Rund 150 Sensoren installieren Techniker im Moment in der Mintarder Brücke an der A52 zwischen Düsseldorf und Essen. Sie sollen bald 100.000 Messwerte pro Sekunde liefern. Um diese riesige Datenmenge auszuwerten und Schäden früh zu erkennen, wird Künstliche Intelligenz eingesetzt.

Die Autobahn GmbH hofft durch das KI-gestützte Brückenmonitoring auf einen „echten Paradigmenwechsel“ bei der Instandhaltung alter Brücken. „Wenn dieser Ansatz trägt, könnten Deutschlands Brücken künftig nicht nur saniert, sondern verstanden werden – mit deutlich optimierter Nutzungsdauer“, heißt es in der Projektbeschreibung.

Nach Einschätzung des Automobilclubs ADAC könnte die neue Technik für Auto- und Lastwagenfahrer einen großen Nutzen haben. „Wenn dadurch frühzeitig gehandelt wird und vor allem sinnvolle Maßnahmen ergriffen werden, profitieren alle davon“, sagt der Leiter des Fachbereichs Verkehr und Umwelt beim ADAC Nordrhein, Roman Suthold.

Quelle: ntv.de, hny/dpa

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