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Startseite»Nachrichten»Abhängig von Musk: Insider: Pentagon streitet mit SpaceX über Starlink-Preise
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Abhängig von Musk: Insider: Pentagon streitet mit SpaceX über Starlink-Preise

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 26, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Abhängig von MuskInsider: Pentagon streitet mit SpaceX über Starlink-Preise

Verteidigungsminister Hegseth lässt Starlink für die Steuerung von Kamikaze-Drohnen nutzen. (Foto: picture alliance / newscom)

Die USA benötigen Starlink-Systeme im Krieg gegen den Iran. Die SpaceX-Tochter ist der weltgrößte Anbieter von Daten aus dem All. Das Unternehmen will für seine Dienste nun mehr Geld sehen- und verärgert damit das US-Verteidigungsministerium.

Vor dem geplanten Mega-Börsengang von SpaceX wachsen Insidern zufolge die Spannungen zwischen der Weltraumfirma des Milliardärs Elon Musk und dem US-Verteidigungsministerium. Der Grund hierfür seien Preiserhöhungen, sagten mehrere mit der Angelegenheit vertraute Personen. Das US-Militär nutzt bei seinen Angriffen auf den Iran das Netzwerk der Satellitentochter Starlink, um Kamikaze-Drohnen ins Ziel zu steuern.

Aus Sicht des Unternehmens falle dies unter die Bedingungen für einen Luftfahrt-Tarif, sagten die Insider weiter. Dieser koste pro Monat und Empfangsterminal 25.000 Dollar. Das Ministerium habe dagegen nur jeweils 5000 Dollar für Datenverbindungen an Land oder für Mobilitätsdienste gezahlt. Die Regierung argumentiere, dass – anders als in der klassischen Luftfahrt – Kamikaze-Drohnen das Starlink-Netzwerk nur wenige Minuten bis maximal einige Stunden nutzten.

Ein weiterer Streitpunkt ist den Insidern zufolge die Preisgestaltung für ein Projekt zur Umgehung der Kommunikationssperren im Iran. Die USA wollten das Starlink-Netzwerk nutzen, um der dortigen Bevölkerung direkte Mobilfunk-Verbindungen über Satellit zu ermöglichen.

Verstoß gegen Vereinbarung

Musk wies kurz nach den ersten US-Angriffen auf den Iran in einem Beitrag auf X darauf hin, dass der Einsatz von Starlink für Waffensysteme gegen die allgemeinen Geschäftsbedingungen verstoße. Bei Missbrauch würden die entsprechenden Terminals abgeschaltet. Für die US-Regierung sei ein eigenes Netzwerk namens Starshield vorgesehen. Das US-Verteidigungsministerium betonte, nicht gegen seine Vereinbarungen mit SpaceX zu verstoßen.

Das Verteidigungsministerium hat die erhöhten Gebühren für die Nutzung von Starlink zur Drohnensteuerung den Insidern zufolge zunächst akzeptiert. Dadurch verdoppelten sich die ursprünglich mit 30.000 Dollar kalkulierten Kosten für eine Kamikaze-Drohne vom Typ Lucas nahezu. Während der Waffenruhe im April habe es daher erneute Preisverhandlungen gegeben. Das Pentagon wollte sich zu diesem Thema nicht äußern und teilte lediglich mit, dass es sich nach Alternativen zu Starlink umsehe. SpaceX war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Aus Regierungsunterlagen geht jedoch hervor, dass das Militär den Abschluss von 3500 weiteren Starshield-Verträgen erwägt. Für etwa 100 davon sollten die Luftfahrt-Tarife gelten. Es blieb zunächst unklar, ob die Verträge unterzeichnet und welche Preise vereinbart wurden.

Risiko bei einem Anbieter

Starlink ist mit mehr als 10.000 aktiven Satelliten der weltgrößte Anbieter von Datenverbindungen aus dem All. Das Unternehmen betreibt etwa 60 Prozent aller künstlichen Trabanten in der Erdumlaufbahn. Die Bedeutung dieser Technologie hat seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine 2022 zugenommen. Das Netzwerk ermöglicht Kommunikation in entlegenen Gebieten und auf dem Schlachtfeld. Zudem hilft es bei der Steuerung von Drohnen.

Gleichzeitig birgt die Abhängigkeit von einem Anbieter Risiken: So ordnete Musk zeitweise die Abschaltung von Starlink in einigen ukrainischen Regionen an und behinderte damit den Vorstoß ukrainischer Truppen auf russische Stellungen. Im vergangenen Sommer brach bei einem Test der US-Marine die Verbindung zu unbemannten Booten vorübergehend ab. Der Grund war eine technische Störung bei Starlink.

SpaceX will bei dem für den 12. Juni anvisierten Börsengang 75 Milliarden Dollar erlösen. Dieses Emissionsvolumen würde den bisherigen Weltrekord um das Dreifache übertreffen. Dabei könnte der Raumfahrtkonzern, zu dem auch X und der KI-Entwickler xAI zählen, eine Marktkapitalisierung von 1,75 Billionen Dollar erreichen. Starlink ist das Hauptstandbein für SpaceX. Die Tochter steuert den Löwenanteil des Konzernumsatzes bei und erwirtschaftet Milliardengewinne.

Quelle: ntv.de, raf/rts

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