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„Euphorische Stimmung“ um KI: Dell und Iran-Hoffnungen treiben Wall Street auf Rekordhoch

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 29, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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„Euphorische Stimmung“ um KIDell und Iran-Hoffnungen treiben Wall Street auf Rekordhoch

Aufregung an der Börse. (Foto: dpa)

Donald Trump hat eine endgültige Entscheidung über das Iran-Abkommen angekündigt. Das treibt die Wall Street an. Auch KI und Technologieaktien profitieren von einer euphorischen Stimmung am Markt.

Angetrieben von starken Quartalszahlen des Computerbauers Dell und der anhaltenden Euphorie um Künstliche Intelligenz hat die Wall Street am Freitag auf Rekordhochs geschlossen. Zugleich warteten Anleger gespannt auf Details zu einem möglichen Abkommen zwischen den USA und dem Iran.

Der Standardwerteindex Dow Jones gewann 0,7 Prozent auf 51.032 Punkte. Der technologielastige Nasdaq rückte 0,2 Prozent auf 26.973 Zähler vor und der breit gefasste S&P 500 legte ebenfalls 0,2 Prozent auf 7580 Stellen zu. Für den S&P 500 war es der neunte Wochengewinn in Folge, die längste Serie seit Dezember 2023.

US-Präsident Donald Trump hatte erklärt, er werde am Freitag eine endgültige Entscheidung über das Iran-Abkommen treffen. Die Regierung in Teheran hatte zuvor mitgeteilt, sie erwarte bei einer Einigung Taten statt Worte.

Trotz der Sorgen über die Auswirkungen des Krieges im Iran auf die Inflation und die Weltwirtschaft griffen Anleger bei Technologieaktien weiter zu. „Es gibt definitiv eine euphorische Stimmung im Markt rund um das Thema KI“, sagte Ohsung Kwon, Chef-Aktienstratege bei Wells Fargo. Die Kursrally sei maßgeblich von den Unternehmensgewinnen angetrieben worden. Melissa Brown, Leiterin der Investmentforschung bei SimCorp, verwies zudem auf das in den vergangenen Wochen gestiegene Handelsvolumen, was auf einen Zustrom neuer Anleger hindeute.

Aktien von Dell stiegen um mehr als 30 Prozent, nachdem der Konzern seine Gewinn- und Umsatzprognosen für das Gesamtjahr angehoben hatte. Im Sog dessen legten auch Papiere von Hewlett Packard Enterprise, Super Micro Computer und Microsoft zu. Dagegen gaben die Aktien der Google-Mutter Alphabet nach.

Auch Anbieter von Konsumgütern wie Costco und Walmart verzeichneten Kursverluste. Die Papiere von Gap brachen ein, nachdem der Bekleidungshändler seine Umsatzprognose gesenkt hatte. American Eagle Outfitters gaben ebenfalls nach, da das Unternehmen seine Prognose für den flächenbereinigten Jahresumsatz lediglich beibehielt.

Unter Druck gerieten zudem Autobauer. Einem Medienbericht zufolge will die US-Regierung, dass in Nordamerika gebaute Fahrzeuge zu 82 Prozent aus regionaler Produktion stammen müssen, um im Rahmen des US-Mexiko-Kanada-Abkommens (USMCA) bevorzugt behandelt zu werden. Aktien von General Motors und die in den USA gelisteten Papiere von Stellantis gaben nach.

Am Donnerstag veröffentlichte US-Wirtschaftsdaten hatten gezeigt, dass die Inflation im April so stark gestiegen war wie seit drei Jahren nicht mehr. Zugleich wurde das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts für das erste Quartal auf eine Jahresrate von 1,6 Prozent nach unten revidiert. Der Präsident der US-Notenbank Fed in Kansas City, Jeffrey Schmid, warnte, dass der Energieschock möglicherweise nicht vorübergehend sei. Fed-Direktorin Michelle Bowman erklärte, ein anhaltender Anstieg der Inflation könnte eine straffere Geldpolitik erfordern. An den Geldmärkten wird erwartet, dass die Fed die Zinsen für den Rest des Jahres stabil hält und im Dezember um 25 Basispunkte anhebt. 

Quelle: ntv.de, toh/rts

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