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Startseite»Nachrichten»Wegen Korruption verurteilt: Chinesischer „CEO-Mönch“ muss lange ins Gefängnis
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Wegen Korruption verurteilt: Chinesischer „CEO-Mönch“ muss lange ins Gefängnis

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 30, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Wegen Korruption verurteiltChinesischer „CEO-Mönch“ muss lange ins Gefängnis

Der verurteilte Shi Yongxin muss auch eine Geldstrafe entrichten. (Foto: picture alliance/dpa/MAXPPP)

Shi Yongxin sorgt mit seinen Aktivitäten als Abt eines Shaolin-Klosters dafür, dass dieses weltweit bekannt wird. Doch während seiner Zeit an der Spitze der Einrichtung veruntreut er eine hohe Geldsumme, urteilt ein chinesisches Gericht. Jetzt steht das Strafmaß fest.

Ein früherer Abt des weltberühmten Shaolin-Klosters in China muss für 24 Jahre ins Gefängnis. Das mittlere Volksgericht in Xinxiang befand Liu Yingcheng, besser bekannt unter seinem buddhistischen Namen Shi Yongxin, in erster Instanz wegen Unterschlagung, Veruntreuung von Geldern und Bestechlichkeit für schuldig. Zusätzlich zu der Haftzeit muss er 3,5 Millionen Yuan (derzeit etwa 443.300 Euro) Strafe zahlen, wie das Gericht in der Provinz Henan, wo auch der Shaolin-Tempel liegt, mitteilte.

Shi trat dem Tempel 1981 bei und wurde 1999 zum Abt ernannt. Dem Gericht zufolge hatte er zwischen 2003 und 2025 seine Ämter als Abt des Tempels und Präsident der Shaolin-Stiftung ausgenutzt, um Gelder in Millionenhöhe zu veruntreuen. Die hohe Strafe rechtfertige das Gericht mit der Schwere der Taten und der vielen Jahre, über die er diese begangen haben soll.

Das Shaolin-Kloster im zentralchinesischen Henan wurde im Jahr 495 gegründet und ist nicht nur ein religiöser Ort, sondern wegen seiner weltbekannten Kung-Fu-Tradition mittlerweile auch ein beliebtes Touristenziel. Staatliche Medien bezeichneten Shi auch als „CEO-Mönch“, weil er mit kommerziellen Aktivitäten wie Kung-Fu-Shows und Fanartikeln das Shaolin-Kloster zu einer weltweiten Marke machte, was aber auch kritisch gesehen wurde.

Shi wurde laut lokalen Medienberichten bereits vor etwa zehn Jahren beschuldigt, mehrere Kinder gezeugt und Gelder veruntreut zu haben. Damals verschwand er für einige Zeit aus der Öffentlichkeit. Eine Untersuchung sprach ihn später jedoch von den Vorwürfen frei.

Quelle: ntv.de, lme/dpa

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