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Startseite»Nachrichten»Moskau droht mit Kriegsschiffen: Frankreich stoppt aus Russland kommenden Öltanker im Atlantik
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Moskau droht mit Kriegsschiffen: Frankreich stoppt aus Russland kommenden Öltanker im Atlantik

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 1, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Moskau droht mit KriegsschiffenFrankreich stoppt aus Russland kommenden Öltanker im Atlantik

Nach französischen Angaben zählen 800 bis 1000 Schiffe zur Schattenflotte. (Foto: picture alliance/dpa/Marine nationale française/AP)

Die französische Marine setzt mit Unterstützung aus Großbritannien einen Tanker fest. Laut Verteidigungsministerin Vautrin gehört das Schiff zur sogenannten russischen Schattenflotte. Es ist nicht der erste Vorfall dieser Art. Die Reaktion aus Moskau lässt nicht lange auf sich warten.

Frankreichs Marine hat einen aus Russland kommenden Öltanker im Atlantik angehalten und überprüft. „Es ist inakzeptabel, dass Schiffe internationale Sanktionen umgehen, das Seevölkerrecht verletzen und den Krieg, den Russland seit mehr als vier Jahren gegen die Ukraine führt, finanzieren“, schrieb Frankreichs Präsident Emmanuel Macron dazu auf X. Der französischen Verteidigungsministerin Catherine Vautrin zufolge ist das am Sonntag angehaltene Schiff Teil der russischen Schattenflotte. Russland kritisierte die Aktion der Franzosen. „Wir halten solche Handlungen für nicht rechtmäßig, sie grenzen an internationale Piraterie“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge.

Der Einsatz an der „Tagor“ erfolgte Macron zufolge in der Hochsee des Atlantiks. Frankreich sei mit der Unterstützung mehrerer Partner vorgegangen, darunter Großbritannien. Frankreich hat in den vergangenen Monaten mehrfach Schiffe angehalten, die es verdächtigt, zur sogenannten russischen Schattenflotte zu gehören.

Mit den oft veralteten und unter fremder Flagge fahrenden Schiffen dieser Flotte umgeht Russland nach Überzeugung westlicher Staaten unter anderem Sanktionen gegen seine Ölexporte. Nach französischen Angaben zählen 800 bis 1000 Schiffe zur Schattenflotte. Frankreich hatte zuletzt im März einen Tanker aus der russischen Schattenflotte festgesetzt. Die im Mittelmeer aufgebrachte „Deyna“ hatte im April nach Zahlung einer Geldsumme ihre Fahrt fortgesetzt. Die französische Regierung hatte damals angekündigt, die Strafen für das Fahren unter falscher Flagge zu verdoppeln.

Russland droht westlichen Staaten mit dem Einsatz von Kriegsschiffen, um seine Handelsflotte zu beschützen. Der für Schifffahrt zuständige Kreml-Beauftragte Nikolai Patruschew kritisierte bereits im Februar die „piratenähnlichen Angriffen“ westlicher Staaten auf den Seehandel. Russland müsse weiter sein Öl, sein Getreide, seinen Dünger verschiffen können, um die Wirtschaft am Laufen zu halten, sagte er.

Die EU hat im Zuge des Moskauer Angriffskrieges gegen die Ukraine auch Schiffe der russischen Schattenflotte mit Sanktionen belegt. So soll etwa Russlands Ölverkauf unterbunden werden, der wichtig ist für die Finanzierung des Angriffskrieges gegen die Ukraine. Auch für andere Bereiche der russischen Schifffahrt gelten Sanktionen.

Dazu sagte Patruschew: „Wenn wir ihnen keinen entschiedenen Widerstand leisten, werden die Engländer, Franzosen und sogar die Balten bald so dreist sein, dass sie versuchen werden, unserem Land den Zugang zu den Meeren, zumindest im Atlantikbecken, vollständig zu versperren.“ Er warnte vor den Seeblockaden. Seine Schlussfolgerung: „Wir benötigen mehr Schiffe für die Fernfahrt auf See und im Ozean, die lange Zeit autonom in erheblicher Entfernung von ihren Stützpunkten operieren können.“

Quelle: ntv.de, are/dpa/AFP

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