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Startseite»Nachrichten»Trump zieht Schlinge fester: Zahlungen mit Visa- und Mastercard auf Kuba vor dem Aus
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Trump zieht Schlinge fester: Zahlungen mit Visa- und Mastercard auf Kuba vor dem Aus

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 4, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Trump zieht Schlinge festerZahlungen mit Visa- und Mastercard auf Kuba vor dem Aus

Der Inselstaat muss auf immer mehr verzichten. (Foto: picture alliance / Anadolu)

Die US-Sanktionen zwingen Kuba immer tiefer in eine schwere Wirtschaftskrise. Alles, was Geld bringt, muss die Insel auf Druck der USA verlassen. Ausländische Hotelketten ziehen sich zurück und Banken beenden ihre Transaktionen. Kuba spricht von einer „Erstickungsstrategie“.

Kuba setzt wegen US-Sanktionen ab dem 6. Juni Transaktionen mit den Kreditkarten von Visa und Mastercard aus. Eine ausländische Bank, die bisher die Zahlungen abwickelte, habe ihre Geschäftstätigkeit eingeschränkt, teilte die Zentralbank des Karibikstaates mit. Hintergrund sei ein am 1. Mai erlassenes Dekret der US-Regierung, das die Sanktionen für den Handel mit Kuba massiv ausweitet.

„Infolge dieser Entscheidung ist Kuba nicht in der Lage, Einnahmen aus dem Verkauf von Waren und Dienstleistungen über international anerkannte Karten wie Visa und Mastercard zu erzielen“, erklärte die Notenbank. Die kubanische Zentralbank führte die Entscheidung der ausländischen Bank auf Washingtons „Erstickungsstrategie“ gegen das kubanische Volk zurück.

Devisenzahlungen würden nun nur noch bar, mit nationalen Prepaid-Karten sowie mit Kreditkarten von Mir aus Russland und von UnionPay aus China möglich sein.

Exodus der Unternehmen

Das US-Dekret hat in den vergangenen Wochen zu einem Exodus ausländischer Unternehmen aus Kuba geführt. Darunter sind Hotelketten, Fluggesellschaften und Reedereien, die auf Distanz zu den sanktionierten kubanischen Institutionen gehen wollen. Auch die kanadische Bergbaufirma Sherritt zog sich bereits zurück. Die spanische Hotelgruppe Melia erklärte, sie beende ihre Geschäftstätigkeit „mit sofortiger Wirkung“ in 15 ihrer 34 Hotels auf der Insel. Grund sei die „aktuelle Lage“. Auch Iberostar aus Spanien zog sich bei zwölf von 18 Hotels in Kuba zurück. 

Frachtschiffe etwa der deutschen Hapag-Llyod laufen die Insel nicht mehr an. Mitte Mai hatten die Reedereien CMA CGM aus Frankreich bekanntgegeben, dass sie „vorübergehend“ keine Fracht mehr nach Kuba liefern. Ein Sprecher von Hapag-Lloyd sagte, die Reederei sei weiter dabei, die „Folgen der kürzlich verhängten US-Sanktionen zu prüfen“.

„Die Auswirkungen des Weggangs all dieser internationalen Unternehmen auf die kubanische Wirtschaft sind kurz- und mittelfristig verheerend“, sagte der kubanische Ökonom Daniel Torralbas. Dies mache das Jahr 2026 „zum schlimmsten Jahr in der Wirtschaftsgeschichte Kubas der letzten 70 Jahre“.

„Außergewöhnliche Bedrohung“

Die US-Regierung von Präsident Donald Trump verfolgt seit Januar eine Politik des maximalen Drucks gegen Kuba und verhängte auch ein Öl-Embargo. Die USA bezeichnen den kommunistisch regierten Staat 150 Kilometer vor der Küste des US-Bundesstaats Florida als „außergewöhnliche Bedrohung“ für ihre nationale Sicherheit.

Trump strebt einen Machtwechsel in dem seit 1959 kommunistisch regierten Land an. US-Außenminister Marco Rubio hatte im Mai erklärt, die USA würden alles Notwendige tun, um ihre nationale Sicherheit zu gewährleisten. Die Beziehungen der beiden langjährigen Rivalen erreichten zuletzt einen neuen Tiefpunkt, als die USA Anklage wegen Mordes gegen den früheren kubanischen Präsidenten Raúl Castro erhoben.

Quelle: ntv.de, raf/dpa/rts/AFP

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