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Startseite»Nachrichten»Im Wert von 500.000 Euro: Zollfahnder und Polizist sollen Drogen im Darknet verkauft haben
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Im Wert von 500.000 Euro: Zollfahnder und Polizist sollen Drogen im Darknet verkauft haben

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 4, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Im Wert von 500.000 EuroZollfahnder und Polizist sollen Drogen im Darknet verkauft haben

Kokain soll nur ein Teil der verkauften Drogen gewesen sein. (Foto: picture alliance/dpa)

Zwei Männer sollen über Jahre Drogen unterschiedlicher Couleur im Darknet verkauft haben. Dabei sollen sie tatkräftig unterstützt worden sein – von einem Zollbeamten und einem Polizisten. Nur drei der vier Männer sitzen nun in Haft.

Ein Zollbeamter, ein Polizist und zwei weitere Männer sollen mit Drogen im Wert von mindestens einer halben Million Euro im Darknet gehandelt haben. Das teilte die Generalstaatsanwaltschaft Oldenburg mit. Die drei mutmaßlichen Haupttäter – der Zollbeamte und zwei Komplizen – sitzen in Untersuchungshaft. Sie stammen aus Oldenburg, Bad Zwischenahn und dem Raum Hamburg. Der Polizist bleibt auf freiem Fuß.

Die Männer im Alter zwischen 31 und 37 Jahren stehen demnach unter Verdacht, seit Februar 2019 im großen Stil Drogen wie Cannabis, Amphetamin, Kokain und Ecstasy vertickt zu haben. Sie sollen die Ware im Darknet sowie über Messenger-Dienste gegen Kryptowährung verkauft haben. Die Ermittler gehen von mehr als 1000 Fällen aus.

Die Verdächtigen sollen laut der Generalstaatsanwaltschaft arbeitsteilig vorgegangen sein: Der Zollbeamte soll die Drogen beschafft und im Bereich Bad Zwischenahn gebunkert haben. Sein Komplize soll sie verpackt und versandt haben, ein Dritter soll sich um die Zahlungen gekümmert haben.

Dabei soll ihnen ein Beamter der Polizeidirektion Oldenburg geholfen haben. Er hat demnach Lager für die Drogengeschäfte betrieben. Gegen ihn laufen Ermittlungen wegen des Verdachts der Beihilfe.

Einsatzkräfte durchsuchten nach eigenen Angaben am Mittwoch zehn Wohn- und Bürogebäude in Oldenburg, Bad Zwischenahn, Wilhelmshaven und Hamburg. Sie nahmen die drei Hauptverdächtigen fest und fanden kiloweise Cannabis und Amphetamin, mehrere Tausend Ecstasy-Tabletten sowie Geräte zur Herstellung und Verpackung von Betäubungsmitteln. Außerdem stellten sie Bargeld im hohen fünfstelligen Bereich, teure Uhren, diverse Unterlagen, Datenträger, Speichermedien und Kommunikationsmittel sicher.

Im Darknet können Webseiten nicht über übliche Suchmaschinen oder Browser abgerufen werden. Die Kommunikation wird verschlüsselt, Urheber und Konsumenten wollen meist anonym bleiben. Die Inhalte haben häufig einen kriminellen Hintergrund.

Quelle: ntv.de, als/dpa

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