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Politik

Nach Abschuss von Drohnen – USA greifen Radarstellungen in Iran an

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 6, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 06.06.2026 • 03:48 Uhr

Eigentlich gilt eine Waffenruhe zwischen den USA und Iran, doch immer wieder gibt es Angriffe. Nun haben die USA iranische Radarstellungen bombardiert. Das US-Militär spricht von Selbstverteidigung.

Das US-Militär hat iranische Radarstellungen angegriffen. Zuvor habe es vier vom Iran gestartete Drohnen über der Straße von Hormus abgeschossen. Die Kampfdrohnen hätten eine Bedrohung für die Schifffahrt in der wichtigen Meerenge dargestellt, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mit.

Die Radarstellungen auf der Insel Qeschm in der Straße von Hormus und in der Stadt Goruk seien angriffen worden, um sich gegen weitere Angriffe zu schützen, teilte das Militär mit. Es habe sich um „Selbstverteidigung“ gehandelt. Wieviele Radaranlagen angegriffen wurden, teilte Centcom nicht mit.

Kuwait meldet Drohnenangriffe

Die kuwaitische Luftabwehr hat nach Angaben der staatliche Nachrichtenagentur KUNA am Samstag Raketen- und Drohnenangriffe abgewehrt. Der Generalstab betonte, dass alle zu hörenden Explosionen auf Abfangmanöver der Luftabwehr zurückzuführen seien. Iran hatte den ölreichen Staat nach Angaben aus Kuwait zuletzt mehrfach angegriffen. Erst am Mittwoch hatte eine Drohne den internationalen Flughafen getroffen.

US-Präsident Donald Trump zeigte sich unterdessen weiter zuversichtlich. Die Lage mit Iran scheine recht gut zu laufen, sagte er vor Reportern. Dem US-Sender NBC sagte er, die meisten iranischen Anlagen zur Herstellung von Drohnen und Raketen seien zwar zerstört worden, die Iraner hätten aber immer noch Zugang zu „einigen Raketen und Drohnen“.

Trump: Iraner haben noch eine Menge Raketen

Trump sagte laut vorab veröffentlichten Auszügen aus der Sendung „Meet the Press“, die Iraner hätten vielleicht noch 21 oder 22 Prozent ihrer Raketen. Das sei zwar eine Menge, aber es sei nicht mehr das, was es mal gewesen sei.

Eigentlich gilt seit fast zwei Monaten eine Waffenruhe in dem Krieg, der am 28. Februar mit Angriffen der USA und Israels gegen Iran begonnen hatte. Jedoch kam es zuletzt immer wieder zu vereinzelten gegenseitigen Angriffen der Kriegsparteien. Die USA und Iran führen derzeit indirekte Verhandlungen über eine Zwischenlösung, um den Krieg zu beenden. Spätere Verhandlungen sollen dann auch das iranische Atomprogramm umfassen.

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