Die Spitzen von Union und SPD haben sich auf ein umfangreiches Reformpaket verständigt. Zu den Beschlüssen gehört auch die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung. Dazu ein Statement von Michaela Schröder, Geschäftsbereichsleiterin Verbraucherpolitik beim Verbraucherzentrale Bundesverband:
„Es ist gut, dass die Bundesregierung den hohen Reformbedarf in vielen Bereichen angehen will. Umso wichtiger ist es, dass Modernisierung und Bürokratieabbau auch für Verbraucherinnen und Verbraucher spürbar werden. Die telefonische Krankschreibung abzuschaffen, ist ein klarer Rückschritt. Die Regelung hat sich bewährt und ist ein gutes Beispiel für weniger Bürokratie: Sie spart Zeit, schützt vor Ansteckungen und entlastet Arztpraxen. Ärztinnen und Ärzte entscheiden weiterhin im Einzelfall, ob eine Untersuchung vor Ort notwendig ist. Studien zeigen, dass die telefonische Krankschreibung nicht zu mehr Krankschreibungen führt. Mit lediglich rund einem Prozent hat sie zudem nur einen sehr geringen Anteil an allen Krankschreibungen.“
