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Startseite»Betrugsmaschen»KI-Bild nach Erdbeben in Venezuela: Hund schützt kein Baby
Betrugsmaschen

KI-Bild nach Erdbeben in Venezuela: Hund schützt kein Baby

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 7, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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💬Woran erkennt man KI-generierte Bilder oder Videos? Antworten finden Sie im Leitfaden KI-Bilder & Videos.

Das Bild ist keine echte Aufnahme

Aktuell wird auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken ein Bild verbreitet, das einen Hund neben einem Baby unter den Trümmern nach den Erdbeben in Venezuela zeigen soll. Die Geschichte berührt viele Menschen – sie hält einer Überprüfung jedoch nicht stand.

KI-Bild nach Erdbeben in Venezuela: Hund schützt kein Baby
Um dieses Bild geht es

Es gibt keine Hinweise darauf, dass diese Szene tatsächlich fotografiert wurde. Vielmehr sprechen mehrere Indizien dafür, dass das Bild künstlich erzeugt wurde.

Mehrere Hinweise sprechen für ein KI-Bild

Ein wichtiger Hinweis liefert die Bildanalyse: Die Erkennungstechnologie von OpenAI stuft das Motiv als mit KI erzeugt ein. Ferner weist das Bild typische Merkmale generierter Inhalte auf.

Auffällig ist unter anderem der Gesichtsausdruck des Hundes. Er wirkt ungewöhnlich menschlich und entspricht nicht dem natürlichen Ausdrucksverhalten von Hunden. Solche übertrieben emotionalen Darstellungen sind ein häufiges Merkmal KI-generierter Bilder.

Mimikama · Unabhängig seit 2011

Gut, dass du nachgeschaut hast.

Viele Menschen teilen Falschmeldungen nicht aus Bosheit, sondern weil sie verunsichert sind. Mimikama schafft genau in diesem Moment Klarheit. Wenn dir diese Arbeit hilft, unterstütze uns dabei, weiterzumachen.


Auch die Lichtführung, Details im Fell sowie die insgesamt stark dramatisierte Komposition passen zu bekannten Mustern künstlich erzeugter Katastrophenbilder.

Keine Bestätigung durch seriöse Quellen

Eine umgekehrte Bildsuche führt nicht zu Veröffentlichungen renommierter Nachrichtenagenturen oder Fotojournalisten, die über die Erdbeben in Venezuela berichtet haben.

Mimikama-Club - Communitybereich fuer Steady-Unterstuetzer:innen

Stattdessen erscheinen zahlreiche ähnliche KI-generierte Bilder, die Tiere als Retter von Menschen in Katastrophensituationen zeigen. Solche Motive werden regelmäßig mit frei erfundenen Geschichten versehen, um möglichst viele Reaktionen und Weiterverbreitungen zu erzielen.

Gerade bei außergewöhnlich emotionalen Bildern lohnt sich deshalb ein genauer Blick: Fehlen nachvollziehbare Quellen oder eine Veröffentlichung durch seriöse Medien, ist Vorsicht angebracht.

Warum solche Bilder so erfolgreich sind

Geschichten über Tiere, die Menschen in Extremsituationen beschützen oder retten, lösen starke Emotionen aus. KI-Werkzeuge können heute täuschend echt wirkende Bilder erzeugen, die gezielt auf Mitgefühl und Anteilnahme setzen.

Je emotionaler eine Geschichte erscheint, desto häufiger wird sie geteilt – selbst dann, wenn sie frei erfunden ist.


Bewertung: Falsch. Das angebliche Foto eines Hundes, der nach den Erdbeben in Venezuela ein Baby unter den Trümmern beschützt, ist keine authentische Aufnahme. Die vorliegenden Hinweise sprechen eindeutig dafür, dass das Bild mit künstlicher Intelligenz erstellt wurde.

MEDIA

Diario Extra

2. Juli 2026

✓ Dieser Fall wurde geprüft

Der nächste Fake ist schon unterwegs.

Diesen hier hast du geprüft gesehen – die meisten Menschen sehen ihn ungeprüft. Bleib ihnen einen Schritt voraus.

Früher gewarnt werden →

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📩 Mir ist auch etwas Verdächtiges begegnet – prüfen lassen

Hilde O in einer lebhaften Diskussion über Online-Sicherheit.

Hilde Ollig

Hilde Ollig ist Rechercheurin bei Mimikama, Österreichs
führender Faktencheck-Organisation. Sie ist spezialisiert
auf die Überprüfung von Behauptungen in sozialen Medien
und unterstützt das Redaktionsteam mit akribischer
Quellenarbeit bei der Aufklärung über Internetmissbrauch.

Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise)

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Dr. Heinrich Krämer
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