Das Bild ist keine echte Aufnahme
Aktuell wird auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken ein Bild verbreitet, das einen Hund neben einem Baby unter den Trümmern nach den Erdbeben in Venezuela zeigen soll. Die Geschichte berührt viele Menschen – sie hält einer Überprüfung jedoch nicht stand.
Es gibt keine Hinweise darauf, dass diese Szene tatsächlich fotografiert wurde. Vielmehr sprechen mehrere Indizien dafür, dass das Bild künstlich erzeugt wurde.
Mehrere Hinweise sprechen für ein KI-Bild
Ein wichtiger Hinweis liefert die Bildanalyse: Die Erkennungstechnologie von OpenAI stuft das Motiv als mit KI erzeugt ein. Ferner weist das Bild typische Merkmale generierter Inhalte auf.
Auffällig ist unter anderem der Gesichtsausdruck des Hundes. Er wirkt ungewöhnlich menschlich und entspricht nicht dem natürlichen Ausdrucksverhalten von Hunden. Solche übertrieben emotionalen Darstellungen sind ein häufiges Merkmal KI-generierter Bilder.
Auch die Lichtführung, Details im Fell sowie die insgesamt stark dramatisierte Komposition passen zu bekannten Mustern künstlich erzeugter Katastrophenbilder.
Keine Bestätigung durch seriöse Quellen
Eine umgekehrte Bildsuche führt nicht zu Veröffentlichungen renommierter Nachrichtenagenturen oder Fotojournalisten, die über die Erdbeben in Venezuela berichtet haben.

Stattdessen erscheinen zahlreiche ähnliche KI-generierte Bilder, die Tiere als Retter von Menschen in Katastrophensituationen zeigen. Solche Motive werden regelmäßig mit frei erfundenen Geschichten versehen, um möglichst viele Reaktionen und Weiterverbreitungen zu erzielen.
Gerade bei außergewöhnlich emotionalen Bildern lohnt sich deshalb ein genauer Blick: Fehlen nachvollziehbare Quellen oder eine Veröffentlichung durch seriöse Medien, ist Vorsicht angebracht.
Warum solche Bilder so erfolgreich sind
Geschichten über Tiere, die Menschen in Extremsituationen beschützen oder retten, lösen starke Emotionen aus. KI-Werkzeuge können heute täuschend echt wirkende Bilder erzeugen, die gezielt auf Mitgefühl und Anteilnahme setzen.
Je emotionaler eine Geschichte erscheint, desto häufiger wird sie geteilt – selbst dann, wenn sie frei erfunden ist.
Bewertung: Falsch. Das angebliche Foto eines Hundes, der nach den Erdbeben in Venezuela ein Baby unter den Trümmern beschützt, ist keine authentische Aufnahme. Die vorliegenden Hinweise sprechen eindeutig dafür, dass das Bild mit künstlicher Intelligenz erstellt wurde.
Diario Extra
2. Juli 2026
Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
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