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Startseite»Nachrichten»Starkes Erdbeben im Pazifik: Philippinische Behörden rufen Küstenbewohner zur Flucht auf
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Starkes Erdbeben im Pazifik: Philippinische Behörden rufen Küstenbewohner zur Flucht auf

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 8, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Starkes Erdbeben im Pazifik Philippinische Behörden rufen Küstenbewohner zur Flucht auf

Viele Geschäfte sind nach dem Erdbeben beschädigt. (Foto: picture alliance/dpa/XinHua)

Ein starkes Erdbeben erschüttert die südlichen Philippinen. Die Behörden warnen vor möglichen Tsunami-Wellen. Menschen an den Küsten sollen sich in Sicherheit bringen.

Ein schweres Erdbeben hat die südlichen Philippinen erschüttert und Tsunami-Warnungen in mehreren Ländern ausgelöst. Gebäude stürzten ein, Menschen liefen in Panik auf die Straßen. Das Beben der Stärke 7,8 ereignete sich am Montagmorgen vor der Küste der Provinz Sarangani auf der Insel Mindanao, wie das philippinische Institut für Vulkanologie und Seismologie (Phivolcs) mitteilte.

Die Behörden riefen die Bewohner mehrerer Küstengebiete auf, sich umgehend in höher gelegene Regionen zu begeben. Auch im benachbarten Indonesien wurden Tsunami-Warnungen ausgegeben, speziell auf der Insel Sulawesi. Japan warnte ebenfalls vor möglichen Flutwellen an Teilen seiner Pazifikküste.

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Passagiere, die ins Erdbebengebiet fliegen wollten, prüfen am Flughafen Berichte über Schäden und Verletzte. (Foto: picture alliance / Anadolu)

Die philippinische Katastrophenschutzbehörde teilte mit, Berichte über mögliche Todesopfer und Verletzte würden überprüft. Zudem sind Meldungen über schwere Schäden an Schulen, Krankenhäusern, Einkaufszentren und Kirchen eingegangen. Das Ausmaß der Schäden ist unklar.

Erster Schultag des Jahres

Das Epizentrum lag südwestlich der Gemeinde Maasim in der Provinz Sarangani. Besonders stark waren die Erschütterungen in der Stadt General Santos City zu spüren. Dort wurde der Flughafen vorübergehend geschlossen.

Das Beben traf die Region um 7.37 Uhr (Ortszeit) am ersten Schultag des neuen Schuljahres. An Schulen und Behörden fanden vielerorts gerade Flaggenzeremonien statt – Glück im Unglück, denn zahlreiche Schüler, Lehrkräfte und Beschäftigte hielten sich gerade im Freien auf. Der Unterricht wurde in den betroffenen Gebieten ausgesetzt, ebenso die Arbeit in vielen öffentlichen und privaten Einrichtungen.

„Wir haben nur noch geschrien“

Viele Menschen reagierten panisch auf die heftigen Erdstöße. „Ich dachte, es wäre mein Ende. Ich habe einfach angefangen zu beten“, sagte die Provinzreporterin Noreen Ygonia lokalen Medien. „Es hat so heftig gebebt, dass ich mich kaum bewegen konnte.“ Eine Bewohnerin der Stadt Koronadal sagte: „Wir haben nur noch geschrien, weil wir solche Angst hatten.“

An einer Schule in der Provinz Davao del Sur stürzte nach Angaben der Schulleitung ein Gebäude ein. Verletzt wurde niemand. „Zum Glück fand gerade unsere Flaggenzeremonie statt und alle waren draußen“, sagte Schulleiterin Elene Marie Jane Gamboa. Das Gebäude sei bereits bei einem Erdbeben im Jahr 2019 beschädigt worden und sollte ohnehin abgerissen werden.

US-Geologen registrierten zahlreiche Nachbeben. Nach Einschätzung der US-Erdbebenwarte USGS könnten an einigen Küstenabschnitten Wellen von bis zu drei Metern Höhe auftreten. Die philippinischen Behörden erklärten jedoch, zunächst seien keine ungewöhnlich hohen Wellen beobachtet worden. Die Entwicklung werde weiter überwacht.

Der Pazifische Feuerring

Präsident Ferdinand Marcos Jr. sicherte den Betroffenen staatliche Unterstützung zu. Die nationale Regierung werde Mindanao nicht alleinlassen, erklärte er. Er stehe in ständigem Kontakt mit den regionalen Behörden vor Ort. Die Bevölkerung rief er auf: „Begeben Sie sich jetzt in höher gelegene Gebiete. Warten Sie nicht.“ Das Leben der Menschen sei wichtiger als alles, was sie zurücklassen müssten.

Die Philippinen und Indonesien liegen am Pazifischen Feuerring – einem gigantischen, hufeisenförmigen Vulkangürtel. Dort treten besonders häufig starke Erdbeben und Vulkanausbrüche auf, weil mehrere Erdplatten aneinanderstoßen.

Quelle: ntv.de, chr/dpa

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