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Startseite»Nachrichten»RTL/ntv-Trendbarometer: SPD fällt auf Rekordtief, AfD bleibt weit vor Union
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RTL/ntv-Trendbarometer: SPD fällt auf Rekordtief, AfD bleibt weit vor Union

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 9, 2026Keine Kommentare4 Minuten Lesezeit
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RTL/ntv-Trendbarometer SPD fällt auf Rekordtief, AfD bleibt weit vor Union

Unter den fünf im Bundestag vertretenen Parteien liegt die SPD mit der Linken auf dem letzten Platz. Noch nie hatten die Sozialdemokraten im Trendbarometer so schlechte Werte. Gute Nachrichten gibt es nur für AfD und FDP.

Die Talfahrt der SPD setzt sich fort: Im neuen RTL/ntv-Trendbarometer landen die Sozialdemokraten auf einem historischen Umfrage-Tiefpunkt von 11 Prozent, ein Prozentpunkt weniger als in der Vorwoche. Nie zuvor hatte das Institut Forsa eine niedrigere Zustimmung für die älteste im Bundestag vertretene Partei gemessen. Ihre Regierungspartner CDU und CSU legen zwar leicht um einen Prozentpunkt zu, liegen aber weiter deutlich hinter der unverändert starken AfD.

Die Werte der übrigen Parteien sind unverändert, was die um die Rückkehr in den Bundestag ringende FDP erfreuen dürfte. Die Zustimmungswerte zum BSW liegen weiter knapp über der statistischen Fehlertoleranz von 2,5 Prozent. Würde in dieser Woche gewählt, fielen die Zustimmungswerte der gemessenen Parteien wie folgt aus:

  • AfD 27 Prozent (Bundestagswahl 2025: 20,8 Prozent)

  • CDU/CSU 22 Prozent (28,5 Prozent)

  • Grüne 15 Prozent (11,6 Prozent)

  • SPD 11 Prozent (16,4 Prozent)

  • Linke 11 Prozent (8,8 Prozent)

  • FDP 5 Prozent (4,3 Prozent)

  • BSW 3 Prozent (4,981 Prozent)

Auf die sonstigen Parteien entfallen wie in der Vorwoche 6 Prozent der Befragten-Stimmen. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt mit aktuell 26 Prozent weiter deutlich über dem Anteil der Nichtwähler bei der vergangenen Bundestagswahl (17,9 Prozent).

Die 11 Prozent Zustimmung für die SPD bedeuten den schlechtesten Wert seit 2019. Der Vertrauensverlust bei den Sozialdemokraten drückt sich auch in der Zuschreibung politischer Kompetenz aus: 5 Prozent der Befragten nennen die SPD bei der Frage, welche Partei mit den Problemen in Deutschland am besten fertig wird. Seit März stagnieren die Sozialdemokraten in dieser Kategorie zwischen 4 und 5 Prozent, meist gleichauf mit der Linken oder auch mal einen Punkt dahinter.

Ihr Parteivorsitzender Lars Klingbeil, über Jahre immer mit einer Spitzenplatzierung in den Forsa-Politikerrankings, hat ebenso an Ansehen verloren: Sahen in den Befragungen von September, Oktober und Dezember noch jeweils 36 bis 37 Prozent derjenigen, die Klingbeil kannten, das Land bei ihm in guten Händen, ist der Wert bis Mai auf 28 Prozent gefallen. Unter den SPD-Anhängern fiel die Zustimmung zu Klingbeil, der auch Bundesfinanzminister und Vize-Kanzler ist, im selben Zeitraum von 65 auf 59 Prozent.

Schwacher Trost für Klingbeil: Er ist immerhin beliebter als der Kanzler: 14 Prozent der Befragten äußern sich zufrieden mit der Arbeit von Friedrich Merz, ein Punkt mehr als in der Vorwoche. 84 Prozent sagen, sie seien nicht zufrieden – ein Punkt weniger als in der Vorwoche. Mit 48 Prozent Zufriedenen und 49 Prozent Unzufriedenen genießt Merz zumindest unter den Anhängern von CDU und CSU einigermaßen Zustimmung. Unter den SPD-Anhängern liegt der Anteil der Unzufriedenen bei 84 Prozent, bei jenen von Grünen, Linke und AfD sind 90 bis 97 Prozent der Befragten nicht zufrieden.

Bei der politischen Kompetenz kann die Union einen Punkt zulegen und liegt nun gleichauf mit der AfD bei 13 Prozent. Auf Platz drei bei der Frage, welche Partei mit den Problemen in Deutschland am besten fertig wird, liegen unverändert die Grünen mit 8 Prozent. Die Linke verliert einen Punkt und liegt mit 4 Prozent knapp hinter der SPD. 2 Prozent nennen andere Parteien. Wie in der Vorwoche trauen 55 Prozent gar keiner Partei zu, mit den Problemen in Deutschland fertig zu werden.

Minimal besser ist die wirtschaftliche Stimmungslage: 13 Prozent der Befragten erwarten, dass sich die wirtschaftlichen Verhältnisse in den kommenden Jahren verbessern werden – ein Punkt mehr als in der Vorwoche. Von einer Verschlechterung gehen 65 Prozent aus, zwei Punkte weniger als in der Vorwoche.

Als wichtigstes Thema der Woche wird mit Abstand am häufigsten das Thema „Bundesregierung/Koalition“ genannt, mit 40 Prozent der Befragten. Mit je 23 Prozent folgen die allgemeine ökonomische Lage sowie „Iran/Krieg im Nahen Osten“. Der Krieg in der Ukraine kommt auf 17 Prozent, 11 Prozent nennen die von der Regierung geplante Rentenreform. 8 Prozent der Befragten beschäftigen Kriege und Konflikte im Allgemeinen. 7 Prozent nennen die am Donnerstag startende Fußball-WM in Mexiko, Kanada und USA. 6 Prozent nennen die Reform der gesetzlichen Krankenversicherung.

Repräsentative Umfrage | Die Daten zum RTL/ntv-Trendbarometer wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland zwischen dem 2.. und 8. Juni erhoben. Datenbasis: 2502 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: plus/minus 2,5 Prozentpunkte.

Weitere Informationen zu Forsa hier.

Quelle: ntv.de, shu/cwo

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