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Startseite»Betrugsmaschen»LMU-Datenvorfall betrifft IBAN und Studiendaten
Betrugsmaschen

LMU-Datenvorfall betrifft IBAN und Studiendaten

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerSeptember 25, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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KURZMELDUNG · DEUTSCHLAND, BAYERN.

Im Immatrikulationssystem der Ludwig-Maximilians-Universität München liegen Namen, Adressen, IBAN und Angaben zum Studium. Am 16. September entdeckte die LMU dort einen unbefugten Zugriff. Seit der Aktualisierung vom 22. September steht fest: Die Universität muss davon ausgehen, dass Daten tatsächlich abgerufen wurden.

Betroffen sein können Daten von Studierenden, Studienbewerber:innen und weiteren erfassten Personen. Dazu zählen Namen, Geburtsdaten, Adressen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, IBAN, Kontoinhaber, Krankenversicherungs- und BAföG-Nummern sowie Angaben zu früheren Abschlüssen und zum Studienverlauf.

In einzelnen Datensätzen können besonders geschützte Informationen zu Beurlaubungsgründen enthalten sein. Welche konkreten Datensätze kopiert wurden und ob solche Gesundheitsangaben tatsächlich darunter waren, ist noch offen.

Passwörter und LMU-Benutzerkennungen wurden laut Universität nicht kompromittiert. Auch Prüfungsinformationen, konkrete Studieninhalte und individuelle Leistungen sind nicht betroffen. Die LMU fuhr das System herunter, setzte es neu auf und gab es am 22. September wieder frei.

Eine IBAN allein ermöglicht normalerweise keinen direkten Zugriff auf ein Konto. Zusammen mit Namen, Adresse, Studium, Krankenversicherung oder BAföG-Nummer erleichtert sie jedoch Identitätsmissbrauch, personalisierte Zahlungsaufforderungen und möglicherweise unberechtigte Lastschriften. Hinweise auf eine Veröffentlichung oder missbräuchliche Verwendung der Daten gibt es bisher nicht.

Rechtschreibfehler und unpersönliche Anreden sind keine verlässlichen Phishingmerkmale mehr. Wer auf einen gestohlenen Datensatz zugreift, kann Namen, Studium und Bankverbindung korrekt nennen. Persönliche Details machen eine Nachricht glaubwürdig – sie beweisen aber nicht, dass der Absender echt ist.

Was jetzt wichtig ist:
Prüfe Kontakte zur LMU, Krankenkasse, Bank oder BAföG-Stelle über deren offizielle Kontaktdaten. Beobachte deine Kontoauszüge und beanstande verdächtige SEPA-Lastschriften sofort. Ein LMU-Passwortwechsel ist laut Universität wegen dieses Vorfalls nicht erforderlich.

Quellen

Über dieses Format: Für unsere Kurzmeldungen sammeln und prüfen wir aktuelle Entwicklungen aus verlässlichen Quellen. Nach der redaktionellen Bearbeitung werden die Meldungen über unser eigenes Mimikama-Kurzmeldungs-System veröffentlicht. Daher können mehrere Beiträge denselben Veröffentlichungszeitpunkt tragen.

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Dr. Heinrich Krämer
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