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Startseite»Nachrichten»Explosionen im Süden: US-Militär greift erneut im Iran an
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Explosionen im Süden: US-Militär greift erneut im Iran an

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 10, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Explosionen im SüdenUS-Militär greift erneut im Iran an

Trump hat neue Angriffe auf den Iran angeordnet. (Foto: REUTERS)

US-Präsident Trump hatte es bereits angekündigt: Die USA lassen ihren „Selbstverteidigungsschlägen“ gegen den Iran weitere Angriffe folgen. Eine diplomatische Lösung in dem Konflikt erscheint zunehmend unwahrscheinlich.

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben auf Befehl von US-Präsident Donald Trump mit neuen Angriffen auf mehrere Ziele im Iran begonnen. „Die Angriffe sind eine Reaktion auf die ungerechtfertigte und anhaltende Aggression des Irans“, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Centcom auf X mit. Die neuesten Maßnahmen hätten um 17.15 Uhr US-Ostküstenzeit (23.15 Uhr deutscher Zeit) begonnen. Centcom bezeichnete sie als „Selbstverteidigungsschläge“.

Kurz zuvor hatte Trump bereits weitere Angriffe für „heute“ angekündigt. Wir werden sie angreifen – und zwar sehr hart“, sagte er im Weißen Haus. „Wir standen kurz vor einem Abkommen, aber sie halten uns hin, sie halten uns weiterhin zum Narren.“ Nach Trump hatte auch US-Verteidigungsminister Pete Hegseth dem Iran mit bevorstehenden neuen Angriffen gedroht. Angesichts der Waffenruhe sagte Hegseth, dass es bei den angekündigten Angriffen nicht darum gehe, wieder mit dem Krieg anzufangen. Stattdessen wolle man dadurch die Bedingungen für eine Vereinbarung festlegen.

Iranische Staatsmedien meldeten Explosionen an der Südküste. Wie die Nachrichtenagentur Irna und der Rundfunk übereinstimmend berichten, wurden Explosionen nahe den Städten Minab und Sirik beobachtet. In der vergangenen Nacht hatte das US-Militär in Sirik am Golf von Oman Angriffe geflogen. Explosionen gab es Medienberichten zufolge auch auf der Insel Gheschm und der Hafenstadt Bandar Abbas. Aus anderen Landesteilen gab es unbestätigte Berichte über Aktivität der Flugabwehr.

Seit dem Wochenende spitzt sich die Lage zu

Formell gilt seit dem 8. April eine Waffenruhe im Iran-Krieg. In den vergangenen Tagen kam es dennoch zu gegenseitigem Beschuss. Am Sonntag feuerten Irans Streitkräfte erstmals wieder Raketen auf Israel. Israel griff daraufhin Ziele im Iran an. Trump rief beide Staaten zu einer sofortigen Waffenruhe auf, woraufhin beide Seiten erklärten, ihre Angriffe einzustellen.

Als Reaktion auf den Abschuss eines Apache-Kampfhubschraubers bombardierte das US-Militär in der Nacht zu Mittwoch nach eigenen Angaben Flugabwehranlagen, Bodenkontrollstationen und Radaranlagen im Iran. Trump hatte zuvor den Iran für den Absturz verantwortlich gemacht und Vergeltung angekündigt. Iranischen Angaben zufolge wurden bei den Bombardierungen mit zwei Wasserspeichern auch zivile Infrastruktur zerstört. Irans Präsident kritisierte die Angriffe scharf. „Die Infrastruktur eines Landes ist die Lebensader der Menschen“, schrieb Massud Peseschkian auf X. „Wer mit Angriffen auf Verkehrsnetze, Stromversorgung oder Wasserindustrie droht, demonstriert keine Stärke, sondern nur Verzweiflung.“

Nach den US-Schlägen griff der Iran US-Stützpunkte in der Golfregion und in Jordanien an, unter anderem mit ballistischen Raketen. Kuwaits Flugabwehr war im Einsatz. Auch in Bahrain schrillten wieder Sirenen. Die Golfstaaten gerieten im Iran-Krieg bereits mehrfach unter Beschuss, darunter auch ihre Metropolen und Energieanlagen.

Die USA und Israel hatten Ende Februar ihren Krieg gegen den Iran begonnen. Zuletzt hatten die militärischen Spannungen und gegenseitige Angriffe wieder Sorgen vor einer neuen regionalen Eskalation befeuert. Seit Wochen verhandeln die Kriegsparteien über ein dauerhaftes Ende des Konflikts, ein Durchbruch lässt auf sich warten. Erst am Mittwoch traf iranischen Berichten zufolge eine Delegation aus Katar in Teheran ein, um im Krieg zu vermitteln.

Quelle: ntv.de, ino/dpa

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