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Startseite»Nachrichten»Mette-Marit auf der Warteliste : Registrierungen für Organspende gehen in Norwegen durch die Decke
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Mette-Marit auf der Warteliste : Registrierungen für Organspende gehen in Norwegen durch die Decke

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 11, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Mette-Marit auf der Warteliste Registrierungen für Organspende gehen in Norwegen durch die Decke

Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit braucht eine Spenderlunge. (Foto: picture alliance / Royal Press Europe)

Jedes Unglück hat auch sein Gutes. Die Erkrankung von Kronprinzessin Mette-Marit bewegt viele Norweger und führt dazu, dass sich mehr Menschen mit dem Thema Organspende auseinandersetzen. Innerhalb weniger Tage dokumentieren Tausende ihren Willen – und geben damit auch anderen Patienten Hoffnung.

Das Schicksal der lungenkranken Kronprinzessin Mette-Marit bewegt viele Norweger. Die Registrierungen zur Organspende sind in die Höhe geschnellt, nachdem bekannt wurde, dass Mette-Marit auf der Warteliste für eine neue Lunge steht. Das teilte die norwegische Stiftung für Organspende Medienberichten zufolge mit.

Demnach hätten sich innerhalb weniger Tage fast 6000 Norweger auf der digitalen Gesundheitsplattform als Organspender registriert. Zum Vergleich: Im Mai lag die Zahl der täglichen Registrierungen im Durchschnitt bei 70, sagte Aleksander Sekowski von der Stiftung für Organspende zum Sender NRK. „Ganz fantastisch“ nannte Sekowski den sprunghaften Anstieg der Neuanmeldungen der Nachrichtenagentur NTB gegenüber.

Am Freitag war bekanntgeworden, dass die norwegische Kronprinzessin auf die Warteliste für eine Lungentransplantation gekommen ist. Voraussetzung dafür ist Mette-Marits Arzt zufolge, dass ein Patient ohne eine neue Lunge nur noch etwa ein Jahr zu leben hätte. Die Kronprinzessin leidet an der unheilbaren Krankheit Lungenfibrose, die das Gewebe des Organs vernarben lässt und die Atmung erschwert. Im Alltag benutzt die Frau von Kronprinz Haakon inzwischen ein Sauerstoffgerät.

Laut der Stiftung Organspende warten in Norwegen derzeit etwa 600 Patientinnen und Patienten auf ein Spender-Organ. Die Warteliste für Lungentransplantationen ist nach Angaben des Lungenfacharztes Are Holm momentan relativ kurz.

In Norwegen gilt bei der Organspende grundsätzlich die Widerspruchslösung, das heißt, eine gestorbene Person wird automatisch zum Organspender oder zur Organspenderin, wenn sie zu Lebzeiten nicht ausdrücklich widersprochen hat. Allerdings werden die Angehörigen stets mit in die Entscheidung einbezogen; diese können die Organentnahme ablehnen. Die Stiftung Organspende rät Norwegern daher, ihre Angehörigen über die eigenen Wünsche bezüglich der Organspende zu informieren. Mit der Registrierung können Norweger ihren Willen zur Organspende dokumentieren und ihren Angehörigen die Entscheidung im Todesfall erleichtern.

Quelle: ntv.de, uzh/dpa

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