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Startseite»Nachrichten»Bahn streicht zahlreiche Züge: Hitzewelle in Frankreich – junger Mann stirbt
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Bahn streicht zahlreiche Züge: Hitzewelle in Frankreich – junger Mann stirbt

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 18, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Bahn streicht zahlreiche ZügeHitzewelle in Frankreich – junger Mann stirbt

Der französische Wetterdienst erklärte, die Hitzewelle werde „flächendeckend, lang anhaltend und intensiv“ sein. (Foto: picture alliance / Hans Lucas)

Eine schwere Hitzewelle hält Frankreich fest im Griff. Die Extremtemperaturen könnten sogar ein erstes Todesopfer gefordert haben. Zudem streicht die französische Bahn mehrere Verbindungen – aus einem ungewöhnlichen Grund.

Während der Hitzewelle in Frankreich ist ein junger Mann ums Leben gekommen. Der 30-Jährige sei mit einem Herzstillstand auf einer Sportanlage im nördlichen Pariser Vorort Ermont aufgefunden worden, teilte die Feuerwehr mit. Wiederbelebungsversuche seien erfolglos geblieben.

Das französische Bahnunternehmen SNCF strich derweil für die kommenden Tage zahlreiche Fernzüge. Ziel sei es, „möglichen Pannen der Klimaanlagen bei sehr hohen Temperaturen“ vorzubeugen, erklärte das Unternehmen. Bis einschließlich Montag würden 71 Fernverbindungen gestrichen. Betroffen sind die Strecken von Paris nach Toulouse, von Paris nach Clermont-Ferrand und von Bordeaux nach Marseille.

Annulliert würden auf Grundlage des Wetterberichts vor allem Zugverbindungen zur Mittagszeit, erklärte die SNCF. Die auf den Strecken eingesetzten Corail-Züge seien mit veralteten Klimaanlagen ausgerüstet, die sehr hohen Temperaturen möglicherweise nicht standhalten und während der Fahrt ausfallen könnten.

Auch in den Atomkraftwerken sorgt die Hitzewelle für Probleme. Der französische Staatskonzern EDF warnte, dass drei AKW nächste Woche aufgrund der hohen Temperaturen an den Flüssen Rhône und Garonne mit Produktionskürzungen rechnen müssen.

In weiten Teilen Frankreichs werden in den kommenden Tagen Temperaturen von bis zu 40 Grad Celsius erwartet. In einem Viertel des Landes, darunter in Paris, galt am Donnerstag die orangefarbene Alarmstufe, die zweithöchste Stufe. Am Freitag wird die orangefarbene Alarmstufe in mehr als der Hälfte des Landes gelten. Der nationale Wetterdienst Météo-France erklärte, die Hitzewelle werde „flächendeckend, lang anhaltend und intensiv“ sein. Ihren Höhepunkt soll sie am Sonntag oder Montag erreichen.

Besonders die Schulen in Frankreich könnten von der Hitzewelle stark getroffen werden. Viele Schulgebäude sind schlecht auf extreme Hitze vorbereitet. Bürgermeister im ganzen Land sollen entscheiden, ob der Unterricht ausgesetzt wird. Eine Reihe von Schulen passte den Behörden zufolge wegen der Hitzewelle ab Donnerstagnachmittag die Stundenpläne an. Während einer Hitzewelle im Juni des vergangenen Jahres waren landesweit rund 2200 Schulen geschlossen worden.

Quelle: ntv.de, uzh/AFP

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