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Startseite»Nachrichten»Zu Beginn der Urlaubssaison: Privatleute bekommen auf der Krim keinen Treibstoff mehr
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Zu Beginn der Urlaubssaison: Privatleute bekommen auf der Krim keinen Treibstoff mehr

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 21, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Zu Beginn der UrlaubssaisonPrivatleute bekommen auf der Krim keinen Treibstoff mehr

Schon in den vergangenen Tagen gab es lange Schlangen an den Tankstellen auf der Krim. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Auf der Krim versiegt der Sprit, Tankstellen stoppen den Verkauf, Drohnen treffen Ölanlagen. Mitten in der Urlaubssaison verschärft sich die Krise – Tote, Verletzte und unterbrochene Verbindungen erhöhen den Druck auf Russland.

Auf der von Russland kontrollierten Halbinsel Krim haben Tankstellen laut Behördenangaben den Verkauf von Kraftstoff an Privatpersonen und Unternehmen eingestellt. Der von Russland eingesetzte Gouverneur Sergej Axjonow teilte über den Kurznachrichtendienst Telegram mit, der Stopp sei seit Sonntagmorgen in Kraft. Treibstoff werde nur noch an staatliche Behörden abgegeben, die den Betrieb und die Sicherheit der Halbinsel gewährleisten.

Verstärkte Angriffe der Ukraine auf die Krim hatten zu Beginn der Urlaubssaison bereits eine Spritkrise ausgelöst, die sich nun verschärfen dürfte. Bei den jüngsten Drohnenattacken auf die Halbinsel und die nahegelegene südrussische Region Krasnodar sind nach russischen Angaben mindestens fünf Menschen getötet worden.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, dass das Militär seines Landes in der Nacht auf der Krim ein Öllager in der Stadt Kertsch getroffen habe. Auch auf eine Öltransportanlage in der Region Krasnodar sei ein Treffer erzielt worden.

Ölanlagen sind Angriffsziel

Die bereits 2014 von Russland annektierte Krim ist Stützpunkt der russischen Schwarzmeerflotte. Die Ukraine zielt nach eigenen Angaben auf Ölanlagen und die Versorgungsrouten zur Halbinsel. Laut dem von Russland eingesetzten Gouverneur der Krim gab es auf der Halbinsel vier Tote und 28 Verletzte. In der Region Krasnodar kam den örtlichen Behörden zufolge eine Person auf einer Passagierfähre ums Leben.

Der Fährbetrieb auf der Straße von Kertsch sei vorübergehend eingestellt worden. Die Meerenge trennt die Krim von der Region Krasnodar. Die Behörden unterbrachen zudem für mehr als neun Stunden den Verkehr auf der Brücke zwischen der Halbinsel und der russischen Region.

Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, die Luftwaffe habe in der Nacht insgesamt 239 ukrainische Drohnen abgeschossen. Wie viele Drohnen insgesamt aus der Ukraine auf Russland gerichtet wurden, gibt das Ministerium nicht bekannt.

Quelle: ntv.de, sba/rts

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