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Startseite»Nachrichten»„Das Blut hat mich geschockt“: Rapper Chris Brown verliert Prozess um Hundebisse
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„Das Blut hat mich geschockt“: Rapper Chris Brown verliert Prozess um Hundebisse

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 1, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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„Das Blut hat mich geschockt“Rapper Chris Brown verliert Prozess um Hundebisse

Nach dem Urteil um rund 13 Millionen Dollar ärmer: Chris Brown. (Foto: picture alliance / Photoshot)

Am Ende muss Chris Brown selbst einräumen, wie bestürzend der Vorfall dann doch war. In dem Moment, als sein Hund seine Haushälterin attackiert, wirkt er jedoch teilnahmslos. Das und die Verletzungen der Frau kommen ihn nun teuer zu stehen.

Sie wollte eigentlich nur den Müll rausbringen. Doch für Maria Avila endete die Aktion im Jahr 2020 mit einem Albtraum, der ihr Leben für immer veränderte. Nun hat ein Geschworenengericht in Los Angeles entschieden, dass Sänger Chris Brown für die Folgen aufkommen muss. Die Summe: rund 13 Millionen US-Dollar. Das berichten übereinstimmend US-Medien wie unter anderem das Branchenblatt „Billboard“.

Auf dem Anwesen des Musikers im kalifornischen Tarzana attackierte im Jahr 2020 ein Kaukasischer Owtscharka namens Hades die damals dort beschäftigte Haushälterin. Der Hund brachte laut den Berichten rund 90 Kilogramm auf die Waage. Avila wurde bei dem Angriff schwer verletzt.

Vor Gericht schilderte Avila unter Tränen und mithilfe einer Dolmetscherin auf Spanisch, welche Spuren die Attacke hinterlassen habe. Sie habe ausgeprägte Narben im Gesicht und am linken Arm davongetragen. Für die Rekonstruktion des Arms hätten Ärzte Haut aus ihrem Bauchbereich transplantiert. In ihren Beruf als Haushälterin könne sie nicht zurückkehren, hieß es in der Aussage, da ihr die Armkraft fehle und eine posttraumatische Belastungsstörung ihr die Nähe zu Hunden unmöglich mache.

Auch Schwester und Ehemann erhalten Geld

Wie sehr sich das Leben der Frau verändert habe, machte im Prozess auch ihre Tochter Yoseline Espinoza deutlich. Ihre Mutter habe früher „ein Strahlen“ in sich gehabt, sich zurechtgemacht, geschminkt und gestylt, so die Tochter. Nun nehme sie sich dafür keine Zeit mehr, meide die Öffentlichkeit und wolle nicht, dass Menschen ihr Gesicht sehen.

Am Ende des zweiwöchigen Prozesses fiel das Urteil deutlich zugunsten der Klägerin aus. Laut ihrem Anwalt Michael C. Murphy Jr., den „Billboard“ zitiert, müssen Brown und seine Firma Black Pyramid LLC wegen Fahrlässigkeit 12,9 Millionen Dollar an Maria Avila zahlen. Damit ist es jedoch noch nicht getan: Avilas Schwester Patricia, die zum Zeitpunkt der Attacke ebenfalls im Einsatz war, wurden 885.000 Dollar für seelisches Leid zugesprochen. Avilas Ehemann Oscar Olivo erhielt weitere 50.000 Dollar. Ursprünglich hatte Maria Avila 90 Millionen Dollar gefordert.

Der Sänger hatte dagegen argumentiert, der Hund sei zu Sicherheitszwecken gehalten worden und nicht sein privates Haustier gewesen. In seiner ersten Reaktion auf die Klage machte Brown dem US-Portal „TMZ“ zufolge geltend, Avila habe das Tier provoziert und ihre Verletzungen selbst verursacht. Vor Gericht gab er an, er habe Avila und ihre Schwester vor den Hunden gewarnt und sie angewiesen, nur in Anwesenheit des Sicherheitspersonals nach draußen zu gehen. Beide Haushälterinnen bestritten ein solches Gespräch und verwiesen darauf, dass Sprachbarrieren eine derartige Unterhaltung unwahrscheinlich gemacht hätten.

Brown machte sich aus dem Staub

Besonders schwer könnte für die Geschworenen ein anderer Umstand gewogen haben: Statt selbst den Notruf zu wählen oder sich um Avila zu kümmern, verließ Brown den Ort des Geschehens und fuhr stundenlang umher, während Angestellte die Aufgaben übernahmen. Er habe befürchtet, dass ein „Medienzirkus“ entstehe, wenn seine Stimme im Notruf zu hören sei oder er beim Eintreffen der Polizei anwesend wäre. Vor Gericht beschrieb er, wie er die reglose Avila inmitten von viel Blut vorgefunden habe: „Das Blut hat mich ziemlich geschockt“, sagte er.

Es ist nicht das erste Mal, dass der Rapper in die Negativschlagzeilen gerät. Das Foto seiner damaligen Freundin Rihanna, der er im Streit Platzwunden, Blutergüsse und blaue Flecken zugefügt hatte, ging 2009 um die Welt. Seither wurden mehrfach Gewaltvorwürfe gegen ihn laut. Eine Frau beschuldigte ihn 2022 zudem der Vergewaltigung.

Quelle: ntv.de, vpr/spot

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