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Startseite»Nachrichten»Lipowitz kassiert (zu) viel Zeit: Geschlagener Tadej Pogacar ist „super froh, dass der Tag vorbei ist“
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Lipowitz kassiert (zu) viel Zeit: Geschlagener Tadej Pogacar ist „super froh, dass der Tag vorbei ist“

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 5, 2026Keine Kommentare4 Minuten Lesezeit
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Lipowitz kassiert (zu) viel Zeit

Geschlagener Tadej Pogacar ist „super froh, dass der Tag vorbei ist“

05.07.2026 | 06:28 Uhr

Zuletzt dominierte Tadej Pogacar in der Radsport-Welt. Doch zum Auftakt der Tour de France muss er Rivale Vingegaard den Sieg überlassen – und der wird emotional. Florian Lipowitz will seinen Dämpfer zum Auftakt derweil nicht überbewerten.

Tadej Pogacar nahm die Mini-Pleite gegen seinen Dauerrivalen Jonas Vingegaard gelassen und war glücklich nach dem Ende des ersten Arbeitstages bei der Tour de France. „Ich bin auch super froh, dass der Tag vorbei ist, denn es ist wirklich hart, diesen Tag durchzustehen. Er ist lang, und man bereitet sich mit dem Team nur auf diese 20 Minuten vor“, sagte der Slowene über das 19,6 Kilometer lange Teamzeitfahren zum Auftakt der 113. Frankreich-Rundfahrt um Barcelona, das erst am Abend beendet war.

„Wir streben immer den Sieg an, aber ich finde, wir haben uns wirklich gut geschlagen“, sagte der viermalige Tour-Champion nach seinem dritten Rang zum Auftakt, während der dänische Widersacher Vingegaard mit einem Vorsprung von zwölf Sekunden als Tagessieger das erste Gelbe Trikot bejubelte. Immerhin schnappte sich Pogacar das gepunktete Bergtrikot .“Wir können zufrieden sein und gehen voller Motivation in das nächste Rennen“, sagte der 27-Jährige vor der zweiten Etappe mit Ziel in Barcelona am Sonntag.

„Davon habe ich in den letzten drei Jahren geträumt

Die zweite Etappe könnte Ausreißern liegen. Denn dann wird es mit 2500 Höhenmetern zwar etwas hügeliger, aber größere Abstände in der Gesamtwertung dürften durch die kurzen Anstiege nicht entstehen. Bei Vingegaard kamen nach dem gelungenen Start große Gefühle durch: „Das Gelbe Trikot wieder zu tragen, ist für mich das Wichtigste hier. Ich bin einfach überglücklich. Davon habe ich in den letzten drei Jahren geträumt“, sagte der Gewinner der Tour der Jahre 2022 und 2023, in den nachfolgenden Jahren siegte jeweils Pogacar.

Zuletzt zeigte sich der 29-jährige Däne in blendender Verfassung – und präsentierte sich auch sehr entspannt. Der Gewinner des Giro d’Italia wurde allerdings auch emotional und sprach über seinen schweren Sturz im Jahr 2024, der ihn fast das Leben kostete. „Da lag ich auf dem Boden und dachte, ich würde sterben. Und dann von damals zu heute zu kommen, ist für mich auch ein bisschen bewegend.“

„Die Beine waren noch nicht ganz so gut“

Der deutsche Radstar Florian Lipowitz hatte derweil noch Nachholbedarf bei sich ausgemacht. „Viele haben das Problem, direkt zum Anfang bei hundert Prozent zu sein. So ging es mir zumindest“, sagte der Vorjahresdritte, der auf Rang acht fuhr und schon einige Sekunden Rückstand auf die Konkurrenz kassierte.

„Die Beine waren noch nicht ganz so gut, aber ich bin trotzdem ganz happy. Ich bin froh, dass es losgeht“, sagte der Ulmer. „Ich würde da nicht so viel Wert drauf geben“, sagte Lipowitz, der auf dem Weg auf Platz drei bei seinem Debüt im Vorjahr vor allem im Hochgebirge einige Sekunden aufgeholt hatte, über Vingegaards Duftmarke: „Am Ende fahren wir drei Wochen Rennen, da kommt es nicht auf ein paar Sekunden an.“

Anschluss an Evenepoel verloren

Am Anstieg zum Olympia-Berg Montjuic hatte Lipowitz den Anschluss zu Teamkollege Remco Evenepoel verloren, den Schaden aber als Solist in Grenzen gehalten. Für Ralph Denk war es dennoch zu viel Zeit, die der Deutsche kassierte. „Auch Florian hat heute eine großartige Leistung gezeigt. Die 35 Sekunden, die er verloren hat, sind aber etwas mehr, als wir uns erhofft hatten“, sagte der Teamchef von Red Bull-Bora-hansgrohe im hauseigenen Podcast.

„Am Start habe ich mich noch ganz gut gefühlt. Hinter Remco ist es hart. Ich habe mein Bestes gegeben. Ich habe mich einfach ins Ziel gekämpft. Es war gut zu sehen, dass Remco in guter Form ist“, erklärte Lipowitz. Der belgische Doppel-Olympiasieger kam als Fünfter mit 19 Sekunden Rückstand ins Ziel. Am Sonntag steht voraussichtlich der nächste Schlagabtausch der Klassementfahrer an. Die giftigen Anstiege zum Montjuic liegen dabei eher Pogacar, Evenepoel und Co. statt Lipowitz.

Verwendete Quellen: ntv.de, tno/sid

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