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Startseite»Nachrichten»„Gefühl der Dringlichkeit“: Trump trifft Selenskyj vor Nato-Gipfel
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„Gefühl der Dringlichkeit“: Trump trifft Selenskyj vor Nato-Gipfel

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 5, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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„Gefühl der Dringlichkeit“Trump trifft Selenskyj vor Nato-Gipfel

Zuletzt kamen Selenskyj und Trumo im Januar in Davos zusammen. (Foto: IMAGO/Anadolu Agency)

Vor dem wichtigen Bündnistreffen in der Türkei gibt es Bewegung im Ukraine-Krieg. Laut Regierungskreisen sucht der US-Präsident das Gespräch mit dem ukrainischen Staatschef. Trump will mit dem ukrainischen Staatschef über Wege aus dem Konflikt mit Russland beraten. 

Im zähen Ringen um ein Ende des russischen Angriffskriegs trifft sich US-Präsident Donald Trump am Rande des Nato-Gipfels mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Die Begegnung finde am Mittwochnachmittag statt, teilte eine Regierungssprecherin mit. Der zweitägige Gipfel beginnt am Dienstag in der türkischen Hauptstadt Ankara.

Keine der beiden Kriegsparteien mache nennenswerte militärische Fortschritte, betonte ein hochrangiger US-Beamter vor Journalisten. Gleichzeitig entstünden enorme Kosten, und es gebe Angriffe beider Seiten weit ins jeweils andere Land. „Der Präsident verspürt daher ein echtes Gefühl der Dringlichkeit, zu versuchen, das zu einem Ende zu bringen.“

Man sei zuversichtlich, Fortschritte erzielen zu können, wenn Trump und Selenskyj zusammenkommen – und er sei sich sicher, dass sich Trump auch mit Russlands Präsident Wladimir Putin in Verbindung setzen werde. Die USA vermitteln schon länger zwischen Russland und der Ukraine in dem Krieg. Angesichts ihres eigenen Kriegs gegen den Iran rückten die Bemühungen aber zuletzt in den Hintergrund.

Beim Nato-Gipfel soll die Ukraine nun auch ein neues Versprechen für milliardenschwere Militärhilfen bekommen. Darauf verständigten sich Vertreter der 32 Bündnisstaaten wenige Tage vor dem Spitzentreffen in Brüssel in den abschließenden Beratungen über die geplante Gipfelerklärung, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr.

Trump will sich der Regierungssprecherin zufolge zudem bereits am Dienstagabend nach seiner Ankunft in Ankara mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zu einem bilateralen Gespräch treffen. Neben dem Treffen mit Selenskyj am Mittwoch will sich der US-Präsident auch mit dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed Al-Scharaa besprechen. Weitere bilaterale Unterredungen wurden zunächst nicht öffentlich gemacht. Am Mittwochabend will Trump dann wieder in Richtung Washington abreisen.

Der US-Präsident werde die Nato-Verbündeten erneut drängen, ihre Verteidigungsausgaben zu erhöhen, erklärte der Regierungsvertreter. Trump hatte am Donnerstag die deutschen Verteidigungsausgaben auf der Plattform Truth Social als „lächerlich“ bezeichnet. Er kritisierte auch andere Nato-Verbündete wie Großbritannien und Italien. Dem US-Präsidenten ist es schon länger ein Dorn im Auge, dass die USA in absoluten Zahlen die mit Abstand höchste Verteidigungsausgaben im Bündnis leisten. Die Verbündeten haben ihre Etats aber deutlich gesteigert, und Deutschland steht in der Nato-Statistik an zweiter Stelle. 

Quelle: ntv.de, mba/dpa/rts

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