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Startseite»Nachrichten»Hisbollah gegen Verhandlungen: US-Delegation soll im Libanon israelischen Truppenrückzug organisieren
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Hisbollah gegen Verhandlungen: US-Delegation soll im Libanon israelischen Truppenrückzug organisieren

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 10, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Hisbollah gegen VerhandlungenUS-Delegation soll im Libanon israelischen Truppenrückzug organisieren

Im Libanon kämpft die israelische Armee gegen die Hisbollah-Miliz. (Foto: picture alliance / SIPA)

Nach dem Rahmenabkommen zwischen Israel und dem Libanon sollen sogenannte „Pilotzonen“ den israelischen Truppenrückzug einleiten. Das US-Militär koordiniert die ersten Schritte vor Ort, während Israel auf Bedingungen pocht.

In den Verhandlungen zwischen der libanesischen Regierung und Israel unternehmen die USA offenbar erste Schritte, um einen Rückzug israelischer Truppen aus einzelnen Gebieten im Süden des Libanon zu organisieren. Der US-Botschafter im Libanon, Michel Issa, habe ihm mitgeteilt, dass „in den kommenden Tagen eine US-Militärdelegation in Beirut eintrifft, um das Vorgehen für die Umsetzung vor Ort festzulegen“, erklärte der libanesische Präsident Joseph Aoun.

Ein US-Regierungsvertreter sagte, eine erste „Pilotzone“ solle in wenigen Tagen eingerichtet werden. „Weitere Pilotzonen befinden sich derzeit in der Planungs- und Ausarbeitungsphase.“ Das für die Region zuständige US-Zentralkommando Centcom werde sich dabei mit den beiden Ländern abstimmen.

Israel und der Libanon hatten sich Ende Juni unter Vermittlung der USA auf ein Rahmenabkommen geeinigt, das den Weg für ein endgültiges Friedensabkommen zwischen den beiden Nachbarländern ebnen soll. Teil der Vereinbarung ist ein schrittweiser Rückzug der israelischen Truppen aus dem Süden des Landes, wo die israelische Armee gegen die Hisbollah-Miliz kämpft. Zunächst soll das libanesische Militär dabei zwei kleine Gebiete von Israel übernehmen.

Allerdings sieht die Übereinkunft auch vor, dass der Libanon die Verantwortung für diese Zonen erst „nach einer erfolgreichen Entwaffnung nichtstaatlicher Gruppen“ übertragen bekommen soll. Der Passus zielt auf die Hisbollah ab, die seit Jahren die Kontrolle über weite Teile im Süden des Libanon inne hat. Die vom Iran unterstützte Miliz lehnt die Verhandlungen der libanesischen Regierung mit Israel kategorisch ab.

Israel besteht auf „Sicherheitszone“

Die israelische Armee hat wiederum ihrerseits angekündigt, in einer zehn Kilometer breiten „Sicherheitszone“ im Libanon bleiben zu wollen, solange die Hisbollah nicht entwaffnet ist. Zuletzt hatte auch Ministerpräsident Benjamin Netanjahu betont, dass sich Israel weiter gegen die Hisbollah verteidigen werde.

Neue Gespräche zwischen dem Libanon und Israel soll es nach US-Angaben am Mittwoch und Donnerstag kommender Woche in Rom geben. Während Italien in diesem Zusammenhang von Gesprächen auf Botschafterebene gesprochen hatte, erklärten die USA jetzt, Expertenteams beider Seiten würden am Verhandlungstisch sitzen. Aus Verhandlungskreisen hieß es, der Libanon habe den Teilrückzug der Israelis zur Bedingung für weitere Gespräche gemacht.

Quelle: ntv.de, bho/AFP

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