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Startseite»Politik»Mordermittlungen nach Tod von britischer Politikerin Widdecombe
Politik

Mordermittlungen nach Tod von britischer Politikerin Widdecombe

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 10, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 10.07.2026 • 21:27 Uhr

Die britische Polizei hat einen 26-jährigen Briten festgenommen. Er soll die rechtskonservative Ex-Ministerin Ann Widdecombe ermordet haben. Die 78-Jährige war am Donnerstag tot aufgefunden worden. Das Motiv ist weiter unklar.

Nach dem Tod der rechtskonservativen Abgeordneten Ann Widdecombe hat die britische Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Er soll die 78-Jährige getötet haben. Das mögliche Motiv des 26-Jährigen weißen Briten ist noch unklar. Er sei unter Mordverdacht festgenommen worden, sagte Police Assistant Chief Constable Matt Longman bei einer Pressekonferenz. Von einem terroristischen Hintergrund werde aber nicht ausgegangen. Es gebe keine Hinweise, dass es sich um eine politisch motivierte Tat handle.

Widdecombe war am Donnerstag tot in ihrem Zuhause in der Grafschaft Devon aufgefunden worden. Die ehemalige Politikerin hatte unter anderem als überzeugte Befürworterin des britischen EU-Austritts im Europäischen Parlament gesessen. Sie vertrat ultrakonservative Ansichten. So forderte sie etwa, die Todesstrafe wieder einzuführen und sprach sich gegen die gleichgeschlechtliche Ehe und die Selbstbestimmung von Transpersonen über deren Geschlecht aus.

Widdecombe saß von 1987 bis 2010 für die Konservativen im Unterhaus und bekleidete unter dem damaligen Premierminister John Major verschiedene Ministerämter.

Innenministerin: „Äußerst erschütternd“

Die britische Innenministerin Shabana Mahmood bezeichnete den Tod der ehemaligen Abgeordneten als „äußerst erschütternd“. Das Innenministerium sei bereit, bei den laufenden Ermittlungen jede erforderliche Unterstützung zu leisten, schrieb die Labour-Politikerin in einem Beitrag auf der Plattform X. Sie rief die Bevölkerung dazu auf, Spekulationen zu vermeiden. Auch der britische Premierminister Keir Starmer zeigte sich bestürzt, ebenso wie Oppositionsführer Kemi Badenoch.

In Großbritannien wurden im vergangenen Jahrzehnt zwei amtierende Parlamentsmitglieder ermordet: Die Labour-Abgeordnete Jo Cox wurde 2016 während des Brexit-Wahlkampfs von einem rechtsextremen Einzeltäter getötet. Der konservative Abgeordnete David Amess wurde 2021 von einem Anhänger der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) erstochen.

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