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Startseite»Politik»Taiwan und China: Hunderttausende wegen Taifun „Bavi“ evakuiert
Politik

Taiwan und China: Hunderttausende wegen Taifun „Bavi“ evakuiert

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 11, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 11.07.2026 • 13:11 Uhr

Anfang der Woche war „Bavi“ noch ein Supertaifun – nun steuert der Wirbelsturm etwas abgeschwächt auf Taiwan und China zu. Die Behörden sind dennoch alarmiert und rufen Hunderttausende auf, sich in Sicherheit zu bringen.

Einige Inseln im Pazifik haben ihn schon zu spüren bekommen – nun nähert sich Taifun „Bavi“ Taiwan. Im Norden des Landes haben sich mehr als 14.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Zahlreiche Geschäfte blieben geschlossen. Mehr als 1.100 Inlands- und Auslandsflüge in Taiwan sind gestrichen und der Fährverkehr ist eingestellt.

Am Freitag waren bereits rund 69.000 Haushalte vorübergehend ohne Strom, nachdem heftiger Regen und starke Winde das Stromnetz beschädigt hatten.

Sturm hat an Intensität verloren

Die taiwanische Wetterbehörde CWA warnte für heute vor „extremem Starkregen“ über Nordtaiwan und „gefährlichen Wellen“ von bis zu zehn Metern Höhe an der Küste. Die Küstenregion einschließlich der Hauptstadt dürfte zu den am stärksten von dem Wirbelsturm betroffenen Gebieten in Taiwan zählen.

Es seien zuletzt Windgeschwindigkeiten von bis zu 144 Kilometern pro Stunde gemessen gemessen worden, erklärte die Wetterbehörde. Einzelne Böen erreichten Geschwindigkeiten von rund 180 Kilometern pro Stunde. Der Sturm habe weiter „an Intensität verloren“, erklärte die Wetterbehörde.

Sonntag erreicht „Bavi“ China

Nachdem „Bavi“ am Montag noch als Supertaifun die US-Außengebiete Guam und die Nördlichen Marianen im Pazifik getroffen hatte, wurde er später zu einem Taifun herabgestuft. Am Freitag war befürchtet worden, dass „Bavi“ der größte Taifun werden würde, der Taiwan seit mehr als 30 Jahren treffen würde. Seither habe sich der Radius mit starken Winden auf 350 Kilometer verringert, sagte Jason Cheng von der CWA der Nachrichtenagentur AFP. Mehr als 28.000 Soldaten hielten sich für Notfälle bereit.

Am frühen Sonntag soll „Bavi“ im Osten Chinas auf Land treffen. Für die Provinzen Zhejiang und Fujian werden „außergewöhnlich heftige Regenfälle“ erwartet, wie der staatliche Fernsehsender CCTV berichtete. Hunderttausende Menschen wurden Behördenangaben in Sicherheit gebracht.

Unwetter vor wenigen Tagen in China

In der ostchinesischen Metropole Wenzhou hätten laut Staatsmedien 1,7 Millionen Menschen ihre ihre Häuser und Wohnungen verlassen. In der Hauptstadt Peking seien wegen starker Regenfälle zudem mehr als 100.000 Menschen in Sicherheit gebracht worden, teilte die dortige Stadtverwaltung mit.

In dieser Woche hatten Unwetter im Süden und im Zentrum Chinas bereits schwere Schäden angerichtet. 39 Menschen kamen bei Überschwemmungen ums Leben, allein 26 Menschen starben nach dem Bruch eines Staudamms.

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