Erneut hat ein Internetkonzern eine Funktion zur Erstellung von KI-Bildern wieder abgeschaltet: Nach Protesten zog Meta die Anwendung „Muse Image“ zurück. Man habe auf Bedenken in Bezug auf den Datenschutz reagiert, so die Erklärung.
Der Facebook-Mutterkonzern Meta hat eine erst vor wenigen Tagen eingeführte Funktion zur Erstellung von Bildern mit Künstlicher Intelligenz (KI) nach massiver Kritik wieder eingestellt. Mit dem Werkzeug konnten Nutzer Bilder auf Basis öffentlicher Instagram-Konten generieren.
Das Unternehmen teilte mit, man habe auf die Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes reagiert. „Wir haben das Feedback gehört, dass diese Funktion ihr Ziel verfehlt hat, daher ist sie nicht mehr verfügbar“, hieß es in einer Erklärung.
Funktion war standardmäßig aktiviert
Meta hatte die Anwendung „Muse Image“ erst am Dienstag als Teil seines KI-Chatbots auf den Markt gebracht. Die Funktion stieß jedoch umgehend auf Widerstand, da sie für die Nutzer standardmäßig aktiviert war.
Die US-Schauspielergewerkschaft SAG-AFTRA und mehrere Prominente riefen daraufhin dazu auf, das Werkzeug manuell abzuschalten. Die Gewerkschaft kritisierte die automatische Zustimmung als inakzeptabel und als völlige Fehleinschätzung der öffentlichen Stimmung. SAG-AFTRA begrüßte Metas Schritt, die Funktion schließlich wieder einzustellen.
Im Januar hatte das US-Unternehmen X-AI von Elon Musk die Möglichkeiten eingeschränkt, mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz Fotos zu manipulieren. Mit dem KI-Assistenten Grok war es zuvor möglich gewesen, sexualisierte Bilder zu erstellen.
