Fast zwölf Euro – soviel soll eine Packung Zigaretten in wenigen Jahren kosten. Laut einem Bericht will die Regierung die Tabaksteuer stärker erhöhen als geplant. Das soll der öffentlichen Gesundheit helfen – und der Steuerkasse.
Die schwarz-rote Koalition will die Tabaksteuer stärker erhöhen als bisher geplant. Das geht aus einer sogenannten Formulierungshilfe des Bundesfinanzministeriums für die Koalitionsfraktionen hervor, die dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vorliegt.
Fast zwölf Euro pro Packung
Demnach soll der Preis für eine Packung mit 20 Zigaretten bis 2030 schrittweise auf fast zwölf Euro steigen. Das wären etwa 40 Cent mehr als bisher vorgesehen. Auch die Steuern auf Feinschnitt – also Tabak zum Drehen von Zigaretten -, Pfeifentabak und Zigarren oder Zigarillos steigen dem Gesetzesentwurf der Bundesregierung zufolge jährlich an.
Ebenso soll dies für Ersatzprodukte wie beispielsweise Liquids für E-Zigaretten gelten – hier steigt der Steueranteil demnach jährlich um je einen Cent pro Milliliter.
Für die öffentliche Gesundheit – und die Steuerkasse
Grund für die Änderung ist den Angaben zufolge eine Lücke im Bundeshaushalt. Aus Regierungskreisen hieß es laut dem Bericht, die „maßvolle Anhebung“ diene nicht nur der Haushaltskonsolidierung: „Die Erhöhung dient auch dem Schutz der öffentlichen Gesundheit und steht im Einklang mit dem Ziel der Bundesregierung, die Raucherquote von Jugendlichen und Erwachsenen zu senken.“
Konkret bedeuten die höheren Steuersätze demnach Steuermehreinnahmen von schätzungsweise 756 Millionen Euro im Jahr 2027. Analog zu den schrittweisen Erhöhungen steigen sie in den folgenden Jahren weiter an – auf 3,589 Milliarden Euro im Jahr 2030.
