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Startseite»Nachrichten»Nach Angriffen auf Frachter: US-Militär greift wieder im Iran an – Luftalarm in Bahrain
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Nach Angriffen auf Frachter: US-Militär greift wieder im Iran an – Luftalarm in Bahrain

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 13, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Nach Angriffen auf FrachterUS-Militär greift wieder im Iran an – Luftalarm in Bahrain

Schon in der vergangenen Nacht hatte die US-Armee nach eigenen Angaben etwa 140 Ziele attackiert. (Foto: via REUTERS)

Im Streit um die Straße von Hormus greift erneut die US-Armee ein. Nachdem die Revolutionsgarden die Handelsstraße für gesperrt erklärt haben, attackieren die US-Streitkräfte die zweite Nacht in Folge Ziele im Iran. Teheran erklärt die bisherigen diplomatischen Bemühungen danach für nichtig.

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben erneut Ziele im Iran angegriffen. Die Streitkräfte hätten auf Anordnung von US-Präsident Donald Trump um 23:00 Uhr (MEZ) damit begonnen, weitere Angriffe auf den Iran durchzuführen, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom auf X mit. Inzwischen ist der Einsatz beendet. Ziele seien unter anderem Luftabwehrsysteme, Küstenradarstationen und iranische Raketen- und Drohnenkapazitäten gewesen. Neben Kampfflugzeugen und Marineschiffen habe man erstmals auch Einweg-Seedrohnen genutzt. Der Iran solle in seiner Fähigkeit eingeschränkt werden, Handelsschiffe in der Straße von Hormus zu attackieren, so das Centcom. Es ist bereits die vierte Angriffswelle der USA, seit die Feindseligkeiten in der Nacht zu Mittwoch wieder aufflammten.

Das iranische Staatsfernsehen berichtete zunächst von mehreren Explosionen in der Nähe der Stadt Sirik sowie westlich von Bandar Abbas. Später hieß es, in der Provinz Chusestan im Südwesten des Landes sei ein Mensch getötet worden. Das iranische Außenministerium verurteilte die Angriffe und erklärte, diese hätten alle diplomatischen Bemühungen der vergangenen Monate zunichtegemacht. Die USA hätten zudem „eine Rückkehr der Unsicherheit in der Straße von Hormus sowie Störungen der internationalen Handelsschifffahrt verursacht“, so Teheran.

Am frühen Morgen ertönte in Bahrain erneut Luftalarm. Dort und in anderen Golf-Anrainern hatte der Iran bereits am Sonntagmorgen mehrere Ziele mit Drohnen und Raketen ins Visier genommen. Die Revolutionsgarden hatten auf Telegram weitere Angriffe auf US-Basen angekündigt.

In der Nacht zum Sonntag hatte die US-Armee nach eigenen Angaben rund 140 militärische Ziele im Iran angegriffen. Zuvor hatten die iranischen Revolutionsgarden ein Schiff in der Straße von Hormus attackiert. Teheran sprach von „Warnschüssen“ auf den Frachter und reagierte später mit Attacken in mehreren Golfstaaten. Im Laufe des Sonntags berichteten US-Medien von weiteren US-Angriffen. Sie hätten sich gegen Raketenstellungen und Anlagen zur Luftabwehr gerichtet, meldeten das „Wall Street Journal“ und die „New York Times“ unter Berufung auf US-Regierungsbeamte. Zudem seien Boote der Iranischen Revolutionsgarden angegriffen worden. 

Unklarheit über Hormus-Straße

Die iranischen Revolutionsgarden hatten letzte Nacht erklärt, die für den Welthandel bedeutende Straße von Hormus bleibe „bis auf Weiteres und bis zum Ende der amerikanischen Interventionen in dieser Region gesperrt“. Die US-Armee wies dies zurück. „Der Iran kontrolliert die Meerenge nicht. Der Verkehr fließt“, erklärte Centcom.

UN-Generalsekretär António Guterres teilte auf X mit, er sei zutiefst besorgt über die „erhebliche Eskalation“. Eine Rückkehr zu umfassenden Kampfhandlungen hätte katastrophale Folgen für die Sicherheit der Region und die Weltwirtschaft. „Ich rufe den Iran und die USA nachdrücklich auf, die Verhandlungen unverzüglich wieder aufzunehmen und offene Fragen auf diplomatischem Wege zu lösen.“

Quelle: ntv.de, ino/AFP/dpa

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