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Startseite»Nachrichten»Feuer in Andalusien: Erste Waldbrandopfer identifiziert: Fünf von sechs sind Touristen
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Feuer in Andalusien: Erste Waldbrandopfer identifiziert: Fünf von sechs sind Touristen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 14, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Feuer in AndalusienErste Waldbrandopfer identifiziert: Fünf von sechs sind Touristen

Die Flammen ließen in der Region rund um Almeria fast nichts übrig. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Die Waldbrände in Andalusien sind verheerend, aber langsam unter Kontrolle. Derweil können erste Todesopfer identifiziert werden. Von den sechs nun bekannten Personen handelt es sich in fünf Fällen um Touristen.

Nach dem folgenschweren Waldbrand in Andalusien haben die spanischen Behörden die ersten sechs Todesopfer identifiziert. Es handele sich um drei Briten, eine Französin, einen Belgier und einen Spanier, teilte das für die Koordinierung der gerichtsmedizinischen Arbeiten zuständige Gremium mit. Es handele sich um „drei Männer und drei Frauen, fünf von ihnen Ausländer“.

In der Nacht zum Freitag waren in dem auch bei ausländischen Touristen beliebten Gebiet unweit mehrerer Mittelmeerstrände mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Die meisten wurden von den Flammen eingeschlossen, als sie in einem Fahrzeug oder zu Fuß zu fliehen versuchten. Acht wurden verletzt. Sieben lagen zu Wochenbeginn noch im Krankenhaus.

Aufgrund verschiedener Indizien waren die Behörden von Anfang an davon ausgegangen, dass unter den Toten mehrere Ausländer sind. Die Identifizierung ließ unter anderem deshalb auf sich warten, weil Angehörige, deren DNA-Proben zum Abgleich benötigt werden, noch auf dem Weg nach Spanien waren.

93-jährige Britin stirbt im Krankenhaus

Bei sechs weiteren Todesopfern stand die Identifikation noch aus. Eine 93-jährige Britin war nach Angaben der andalusischen Behörden am Sonntag im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen, wodurch sich die Zahl der Todesopfer auf 13 erhöhte. Die Frau habe in der Gemeinde Los Gallardos rund 70 Kilometer nordöstlich der Provinzhauptstadt Almería gewohnt. Dort war das Feuer am Donnerstagnachmittag ausgebrochen. Als Ursache des Brandes wird eine defekte Stromleitung vermutet. Etwa 1500 Menschen mussten das Gebiet im Süden des Landes zwischenzeitlich verlassen. In der Gegend leben zahlreiche Ausländer, insbesondere Briten.

Rund 7000 Hektar Wald- und Buschfläche wurden zerstört. Seit der Nacht zum Sonntag breiten sich die Flammen nicht mehr aus. Die Lage sei stabilisiert worden, teilten die Behörden mit. Die Löscharbeiten gehen derweil weiter. Sie werden durch schwächere Winde und eine höhere Luftfeuchtigkeit begünstigt. Ministerpräsident Pedro Sánchez besuchte das Brandgebiet und forderte Maßnahmen gegen den Klimawandel. „Ich habe es schon oft gesagt: Der Klimanotstand tötet. Wir sehen das derzeit in ganz Europa“, betonte er.

Dank der positiven Entwicklung konnten inzwischen alle circa 1600 Menschen, die zuvor evakuiert worden waren, in ihre Häuser zurückkehren. Die Suche nach möglichen weiteren Opfern wurde eingestellt. Zuvor hatten Einsatzkräfte das Brandgebiet durchkämmt sowie abgelegene Häuser und Zufahrtswege überprüft. Die Zahl der offiziellen Vermisstenanzeigen lag zuletzt bei acht.

Quelle: ntv.de, als/dpa/AFP

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