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Startseite»Politik»Frankreich setzt mit Militärparade Zeichen für Ukraine-Unterstützung
Politik

Frankreich setzt mit Militärparade Zeichen für Ukraine-Unterstützung

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 14, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Stand: 14.07.2026 • 16:00 Uhr

Frankreichs Präsident Macron lädt anlässlich des Nationalfeiertags zur größten Militärparade seiner Amtszeit. Er setzt dabei auch ein Zeichen der Unterstützung der Ukraine. Klar wird auch: Frankreich hat aufgerüstet.

Frankreich hat seinen Nationalfeiertag mit der bislang größten Militärparade unter Präsident Emmanuel Macron in Paris gefeiert. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz und zwei Dutzend weitere Staats- und Regierungschefs reisten zur Parade an. Macrons letzte Militärparade in seiner Amtszeit war mit fast 6.800 beteiligten Soldatinnen und Soldaten nach Angaben des Élysée-Palasts so groß wie nie zuvor.

Abbilden sollte die Parade auch Frankreichs gesteigerte Verteidigungsausgaben, die sich seit 2017, als Macron erstmals als Präsident antrat, verdoppelt haben. Es gelte „die strategische Aufrüstung Frankreichs und „das strategische Erwachen Europas“ zu betonen.

Frankreich erinnert jedes Jahr am 14. Juli an den Sturm auf die Bastille im Jahr 1789, der als Beginn der französischen Revolution gilt.

Die Botschaft der diesjährigen Militärparade in Paris: Frankreich hat aufgerüstet.

Merz, Selenskyj und Dutzende weitere Staatschef in Paris

Macron setzte in diesem Jahr vor allem ein deutliches Zeichen der Unterstützung der Ukraine: An der Spitze der Parade auf den Pariser Champs-Élysées marschierten 500 Soldaten aus Mitgliedsländern der sogenannten Koalition der Willigen, die das von Russland angegriffene Land unterstützen, darunter auch deutsche Soldaten. Die Kunstflugstaffel „Patrouille de France“ wurde von zwei Mirage-Kampfjets mit französisch-ukrainischer Besatzung begleitet.

Auf der Ehrentribüne wohnte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj der Parade bei, im Schulterschluss mit rund 30 weiteren Staats- und Regierungschefs der Koalition der Willigen sowie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Auch Bundeskanzler Merz gehörte zu den Ehrengästen, zuletzt war 2019 die damalige Kanzlerin Angela Merkel bei der Parade in Paris dabei.

Koalition der Willigen stärkt Ukraine den Rücken

Am Vorabend hatte die von Frankreich und Großbritannien angeführte Koalition der Willigen bei einem Treffen in Paris ihren Willen zur weiteren militärischen Unterstützung der Ukraine bekräftigt. Neben der Zusage weiterer Waffenlieferungen und einer Zusammenarbeit bei der Raketenabwehr kündigte Macron erste gemeinsame Manöver der Koalition an.

Wie der polnische Ministerpräsident Donald Tusk in Paris sagte, sollen diese Militärmanöver in diesem Herbst in Polen stattfinden. Beteiligt seien Truppen aus Frankreich, Großbritannien und Polen. Damit wolle die Koalition einen möglichen Waffenstillstand und Friedensschluss in der Ukraine absichern, teilte Macron mit.

Bundeskanzler Merz hatte den deutschen Beitrag für eine multinationale Truppe für die Ukraine bisher offen gelassen. Auf die angekündigten Manöver ging er in einem Statement am Montagabend in Paris nicht ein.

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