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Startseite»Nachrichten»„Er hat sich verzockt“: Matthäus urteilt scharf über „überschlauen“ Tuchel
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„Er hat sich verzockt“: Matthäus urteilt scharf über „überschlauen“ Tuchel

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 16, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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„Er hat sich verzockt“

Matthäus urteilt scharf über „überschlauen“ Tuchel

Das englische Halbfinal-Aus gegen Argentinien wird von vielen Experten vor allem Thomas Tuchel angelastet. Auch der 1990-Weltmeister Lothar Matthäus sieht Fehler beim Coaching, die ihn an ein dramatisches Spiel in seiner eigenen Karriere erinnern.

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus sieht nach dem Halbfinal-Aus von England bei der Fußball-WM gegen Argentinien (1:2) Parallelen zwischen Thomas Tuchel und Ex-Bundestrainer Julian Nagelsmann. Beide als Taktiker bekannte Coaches haben nach Ansicht des 65-Jährigen personelle Fehler begangen. „Ich habe großen Respekt vor Thomas Tuchel, aber er hat sich verzockt!“, sagte Matthäus der „Bild“-Zeitung.

Nagelsmann habe mit Joshua Kimmich als Rechtsverteidiger im zentralen Mittelfeld auf einen strategisch wichtigen Führungsspieler verzichtet. „Auch deshalb ist Deutschland so früh ausgeschieden. Tuchel nahm seinen Strategen (Declan) Rice raus. Das macht man nicht, es sei denn, er ist verletzt. Das sind dann die überschlauen Trainer, die unbedingt etwas Besonderes machen wollen“, kritisierte der einstige Nationaltrainer von Ungarn und Bulgarien.

Delling: „Tuchel war wahnsinnig beliebt – bis gestern“

England habe ein starkes Turnier gespielt und sei auch gegen Argentinien leicht besser gewesen. „Bis Taktiker Tuchel diesen taktischen Fehler machte. Rice ist wichtig für die Statik. Mit seinen Wechseln hat Tuchel die gesamte Struktur des Spiels verändert und den Argentiniern gezeigt, dass er nur noch defensiv spielen will“, analysierte der Weltmeister von 1990.

Er verglich die Situation Englands mit der im Champions-League-Finale 1999, welches der FC Bayern gegen Manchester United nach Führung kurz vor Schluss noch dramatisch verlor. „Das war wie bei uns! Ich war damals im Finale kaputt, erschöpft. Aber ich hätte mich durchbeißen können, durchbeißen müssen“, so der Rekordnationalspieler. „Der Trainer trifft die Entscheidung über die Auswechslung, und wenn er gesagt hätte: ‚Bleib drin‘, dann wäre ich dringeblieben. Damals wie heute war es das fatale Signal, das den Gegner wieder stark machte.“ 

Verwendete Quellen: ntv.de, lme/dpa

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