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Startseite»Nachrichten»Über falsche Angaben gestolpert: Wegner-Rückzug beschert der CDU einen Umfrage-Sprung
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Über falsche Angaben gestolpert: Wegner-Rückzug beschert der CDU einen Umfrage-Sprung

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 16, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Über falsche Angaben gestolpertWegner-Rückzug beschert der CDU einen Umfrage-Sprung

Kai Wegner (r.) ist raus, Stefan Evers übernimmt. (Foto: picture alliance/dpa)

Seit Jahresbeginn wurde darüber diskutiert, was Berlins Regierender Bürgermeister eigentlich gemacht hat, als in einem großen Teil der Stadt der Strom ausfiel. Kai Wegner verhedderte sich in Lügen – und zog die Reißleine. Der CDU bekommt der Wechsel an der Spitze gut.

Fast eine Woche nachdem Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner seinen Rückzug als Spitzenkandidat bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin verkündet hat, ist seine CDU im Aufwind. Laut einer Umfrage von infratest dimap im Auftrag der rbb24 Abendschau und des Senders rbb 88.8 steigen die Christdemokraten um drei Punkte auf 20 Prozent. Sie erobern damit mit dem neuen Spitzenkandidaten Stefan Evers den zweiten Platz. Zuvor waren sie auf den vierten Platz abgerutscht.

Stärkste Partei ist demnach weiter die Linke, die im Vergleich zum 1. Juli zwei Punkte auf 22 Prozent zulegt. Die Grünen verlieren zwei Punkte auf 17 Prozent, die derzeit mitregierende SPD gibt einen Punkt ab und steht bei 12 Prozent. Zwei Punkte verliert die AfD, die nun bei 16 Prozent steht. FDP und BSW stehen unverändert bei 3 Prozent, die anderen Parteien weiterhin bei 7 Prozent.

77 Prozent der Menschen halten demnach den Rücktritt Wegners, der weiterhin Regierender Bürgermeister ist, für richtig. Nur 8 Prozent halten es für falsch. Entsprechend äußern sich auch 76 Prozent der CDU-Anhänger. Bei Anhängern der anderen Parteien fällt laut der Umfrage die Zustimmung noch höher aus.

CDU-Landeschef Wegner war in die Kritik geraten, weil er mehrmals falsche Angaben über seinen Tagesablauf am ersten Tag des großen Stromausfalls in Berlin zu Jahresbeginn gemacht hatte. So hatte er behauptet, von früh an Telefongespräche geführt zu haben. Tatsächlich führte er nach Angaben der Senatskanzlei sein erstes Telefonat aber erst nach 12 Uhr.

Der neue Spitzenkandidat der Christdemokraten ist der Finanz- und Kultursenator Evers. 17 Prozent sind laut der Befragung mit seiner Arbeit zufrieden, 21 Prozent unzufrieden. Bei einer Direktwahl der Spitzenkandidaten würde er mit 11 Prozent den Sieg holen, gefolgt von Elif Eralp von der Linken, die 9 Prozent erreicht, und dem SPD-Spitzenkandidaten Steffen Krach mit 7 Prozent. AfD-Spitzenkandidatin Kristin Brinker landet mit 5 Prozent auf dem vierten Platz, das Schlusslicht bildet Grünen-Spitzenkandidat Werner Graf mit 3 Prozent.

Für die Umfrage wurden laut rbb zwischen dem 13. und 15. Juli 1147 Menschen befragt.

Quelle: ntv.de, mli

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